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Interviews & Artikel

HOT WATER MUSIC

Vorsicht heiß!

Altes Spiel, neues Glück: Gemeinhin geht die Story ja so, dass eine Band mit ihren ersten zwei, drei Platten ihr Pulver verschießt und ab da dann noch ihr Gnadenbrot bekommt. Nicht schlecht, diese Spätwerke, aber so richtige Begeisterung mag nicht mehr aufkommen. Anders HOT WATER MUSIC aus Gainsville, Florida: die Herren sind seit Jahren und unzähligen Platten dabei, haben sich mit ihrem neuen Album „Caution" jedoch noch einmal massiv gesteigert, ohne ihre alten Tugenden zu vergessen. Und nett sind sie sowieso, Chris Wollard, Chuck Ragan, George Rebelo und Jason Black, die Mitte August vor ihrem Auftritt in der Kölner Live Music Hall inmitten alter Bierkisten auf dem blanken Betonboden um mich herum saßen.

Das wievielte Mal seid ihr denn in Europa?

Chuck:
Heute ist der erste Tag der fünften Tour. Wir können das kaum glauben, Mann.

Und, was hat sich seit dem ersten Mal verändert?

Chuck:
Na, es war so scheiße, dass wir uns erstmal aufgelöst haben.
Jason: Die erste Tour war scheiße, aber das kannten wir ja aus den USA. Aber seitdem ist es ständig besser geworden.
Chris: Wir haben seitdem viele neue Freunde gewonnen, und so ist es mit jeder Tour besser geworden. Man muss eben erstmal Wurzeln schlagen.
Jason: Touren ist mehr, als zusammengequetscht in einem Van zu sitzen, das muss man erstmal lernen. Du musst lernen, wo du eine vernünftige Backline herbekommst, mit wem man gut touren und spielen kann, wo man die besten Shows spielt. Das lernst du in einem fremden Land erst mit der Zeit, in den USA hatten wir das schneller raus. Jetzt gehen wir viel ruhiger an so eine Tour ran, und sobald wir durch den Zoll durch sind, geht der Spaß los.

In dieser Hinsicht habt ihr alles richtig gemacht: Ihr habt euch mit jeder Tour weitergekämpft, seid nicht mit großen, unerfüllbaren Erwartungen und Ansprüchen angetreten, habt euch nach und nach Kontakte aufgebaut. Andere Bands treten da ganz anders auf, die denken, jeder habe nur auf sie gewartet, alles müsse perfekt sein.

Jason:
Wenn man so an die Sache herangeht, hat man damit langfristig keinen Erfolg. Wir würden lieber zehn Jahre auf dem Level bleiben, auf dem wir jetzt sind, als ein Jahr ganz groß rauszukommen und das war’s dann.

Dabei könnt ihr euch derzeit nicht beklagen, denn das Feedback auf die neue Platte ist ja ziemlich überwältigend ausgefallen.

Chris:
Es ist überwältigend, einfach unglaublich! Seit zwei Tagen geben wir ständig Interviews, wir bekommen nur Lob zu hören.
Jason: Marlene und Russell von Epitaph arbeiten hart für uns, das bekommen wir derzeit direkt zu spüren. Das ist wichtig für uns, denn wenn du viel Zeit mit Songwriting und im Studio verbracht hast und dann nach Europa rüberkommst, aber niemand sich um die Promotion und die Tour gekümmert hat, ist das ein beschissenes Gefühl. Hier wissen die Leute, dass wir kommen, dass die Platte kommt – und sogar die Interviews sind alle gut! Ehrlich, die Musikjournalisten in den USA sind alle Idioten! Die immer gleichen, saudummen Fragen: Was bedeutet der Name eurer Band? - Mann, halt die Fresse! Und hier ist es das erste Mal seit Jahren, dass ich Lust habe, Interviews zu geben.

Und wie läuft es für euch in den USA?

Jason:
Das wird sich im Herbst zeigen. Wir waren seit über einem Jahr nicht mehr alleine auf Tour.
Chris: Wir haben so viele Touren als Opener und Package-Tours gespielt, dass wir derzeit gar nicht wissen, wo wir alleine stehen.
Jason: Im Herbst sind wir mit THRICE unterwegs, selbst da ist es so, dass mal sie, mal wir der Headliner sind, je nach Stadt und Region.

Stimmt es denn, was man immer wieder hört, dass es für Bands in Deutschland leichter ist als in den USA?

Jason:
Es ist hier auf jeden Fall einfacher, auch von den größeren Magazinen wahrgenommen zu werden. Undergroundbands werden allgemein stärker akzeptiert, während sich das bei uns auf ein paar wenige bekannte konzentriert.
Chuck: Die Leute sind auch einfach übersättigt, und zudem sind die Majorlabels in den USA viel dominanter, gerade auch in Sachen Punk.
Chris: Hier in Europa ist es auf jeden Fall noch möglich, als kleine Band was zu erreichen. In den USA wirst du knallhart damit konfrontiert, dass sich keiner für dich interessiert, wenn du nicht ein dickes Label im Rücken hast. Andererseits touren wir auch gerne in den USA, es ist eben was ganz anderes.

Man hört auch immer wieder, dass die USA sehr stark in regionale Szenen unterteilt sind, vor allem Eastcoast und Westcoast.

Chris:
Das ist auf jeden Fall so, und für uns läuft es von jeher an der Eastcoast besser.
Jason: Da steckt eine andere Kultur dahinter, das ist einfach so. Westcoast-Bands kann man immer noch auf den Nenner Epitaph- und Fat Wreck-Bands bringen, und Eastcoast-Bands haben vielfach entweder diesen Dischord- oder den NYHC-Einfluss. Darauf werden die Bands reduziert, und an der jeweils anderen Küste macht man sich über die anderen Bands lustig.
Chuck: Es gibt eben doch so was wie den NY-Sound, den DC-Sound, den Eastbay-Sound, den L.A.-Sound – und auch eine unglaubliche Stilvielfalt zwischendrin, wobei manche Bands eben rein regionale Phänomene sind. Es ist seltsam, wirklich.

Ihr kommt aus Gainsville, Florida, einer Stadt, die von außen betrachtet so was wie die Punk-Hauptstadt von Florida ist, so viele Bands wie es dort gibt, und mit No Idea und Fueled By Ramen sind dort auch zwei sehr gute Labels ansässig.

Chuck:
Gainsville hat in der Tat eine zwar kleine, aber sehr gute Punkszene, in der wirklich jeder irgendwas macht. Es ist eine Universitätsstadt, deshalb kommen ständig neue Leute in die Stadt. Es entstehen ständig neue, gute Bands, und vier Jahre später sind die Leute mit der Uni fertig und sie lösen sich wieder auf – wenn sie überhaupt länger als ein Jahr bestehen. Das hält die Szene frisch, andererseits ist es wegen der ständig wechselnden Leute schwer, einen vernünftigen Club am Leben zu halten.
Jason: So klein die Szene auch sein mag, so ist sie aber doch auch wieder sehr cliquenorientiert und zersplittert. Das ist eben typisch Kleinstadt, eigentlich total lächerlich. Seltsamerweise haben AS FRIENDS RUST in Gainesville bislang keine Anerkennung erfahren, die haben in Deutschland mehr Erfolg als bei uns. Aber wir und LESS THAN JAKE haben auf jeden Fall viele Fans, und AGAINST ME sind gerade dabei durchzustarten. Wobei es schwer ist, mal mehr als 100 Leute zu einem Konzert zu ziehen.
Chuck: Es kann sogar vorkommen, dass eine tourende Band wirklich keinen einzigen Zuschauer bekommt. Deshalb raten wir Freunden, die auf Tour sind, immer dazu eine Band aus Gainesville als Headliner spielen zu lassen, sonst gehen die Leute auch vorher nach Hause...

Und was für eine Band seid ihr? Auch vier Studenten, die aber nach vier Jahren den Absprung nicht geschafft haben und statt eines vernünftigen Berufs jetzt diese Band am Hals haben?

Chris:
Hahaha, also Chuck hat tatsächlich sein Studium durchgezogen, im Gegensatz zu mir. Und die beiden anderen haben es gar nicht erst versucht.
Jason: Man kann in Gainesville recht günstig wohnen, es ist ruhig, die Szene ganz okay – also, was will man mehr?
Chuck: Derzeit gibt es für keinen von uns ein Leben außerhalb der Band, wir geben alles. Wir leben on the road. Es ist chaotisch, es ist verrückt, es ist großartig.
Chris: Ich habe einen sechsjährigen Sohn, der ist für mich das Wichtigste, wenn ich zuhause bin.
Chuck: Es ist auch das erste Mal, dass wir alle Single sind, während wir auf Tour sind. Wir sagen also zu nichts und niemandem nein...
Jason: Derzeit hält uns nichts Zuhause, und wo ich trinke, ist mir sowieso egal. Und außer unseren Katzen und Hunden wartet niemand auf uns.
Chuck: Wenn ich’s mir recht überlege, gibt’s überhaupt keinen Grund, wieder nach Hause zu gehen. Hey, ein Leben on the road, das spart eine Menge Miete!

Irgendwie kommt es mir so vor, als würde es euch schon ewig geben. Wie waren gleich noch mal die harten Fakten?

Chris:
Unsere erste Probe war im Oktober 1994, wir sind also schon acht Jahre zusammen.
Jason: Ende 1995 kam dann die CD raus, auf der unsere Aufnahmen des ersten Jahres zusammengefasst waren, und erst 1996 ging es dann so richtig los, da machten wir unsere erste Tour. Na ja, was soll ich sagen, jede Band liebt ihre erste Platte, hahaha.
Chuck: Puuuuh, ja, sicher...

Dann machen wir mal eben fast forward zur neuen Platte. Das ist, finde ich, ein reifes und doch typisches HWM-Album geworden, bei dem die sehr gute Produktion und der „große„ Sound besonders auffällt.

Jason:
Es war gut, wieder mit Brain McTernan zu arbeiten, denn diesmal kannte man sich schon. Wir hatten uns gut auf die Aufnahmen vorbereitet, viel geprobt und mehr Songs geschrieben, als wir brauchten. Mir gefällt an ‚A Flight And A Crash’ nicht so gut, dass es zwar gut produziert ist, aber etwas dünn klingt, und verschiedene neue Ideen, die wir ausprobierten, haben letztendlich nicht funktioniert. Es war schon okay, aber heute würde das viel mehr so klingen, wie wir uns das vorgestellt haben. Die Platte war in negativer Hinsicht für uns sehr wichtig, denn wir konnten so erkennen, was wir ändern müssen.
Chuck: Diesmal kamen wir perfekt vorbereitet ins Studio, die Songs waren fertig, alles lief völlig glatt und wir wussten bis ins Detail, was wir wollten.
Chris: Das gab uns die Zeit und den Raum, exakt den Sound zu finden, den wir haben wollten.

„A Flight And A Crash„ – auch einer der Titel, die nach dem 11. September nicht mehr so passend erscheinen...

Chuck:
Mann, wir waren zu dem Zeitpunkt gerade unter diesem Titel mit den entsprechenden Postern auf Tour! Unser T-Shirt-Motiv: Ein Flugzeug im Fadenkreuz! Au weia...
Jason: BURNING AIRLINES, die sich mittlerweile aufgelöst haben, waren zu der Zeit auf Tour und änderten ihren Namen dann sehr schnell zu B. AIRLINES.

Wie steht’s um euer Verhältnis zu LEATHERFACE?

Chuck:
Alles bestens!
Jason: Wobei es mit denen ja nicht immer leicht ist, muss man sagen.
Chuck: Keine Ahnung, wie deren Pläne derzeit sind, denn Frankie ist ja neulich Vater geworden, Lainey hat zwei Kinder, also keine Ahnung, wie es bei denen weitergeht. Vor einem Jahr haben sie jedenfalls schon an Songs für ein neues Album gearbeitet, aber seitdem habe ich nichts mehr von ihnen gehört.

Vor ein paar Wochen haben sie in Dortmund gespielt, also sind sie auf jeden Fall noch aktiv. Wie man so hört, sollen sie euch in Sachen Saufen vernichtend geschlagen haben bei den gemeinsamen Touren...

Jason:
Au Mann, und wie. Und wenn sie uns nicht mehr schlagen würden, wüsste ich, dass ich ein Problem habe, haha. Allein schon deren seltsame Spielchen: die haben sich bei der letzten Tour mit uns mal eben so zum Spaß gegenseitig die Nase gebrochen.
Chuck: Es fing damit an, dass Frankie in Pomona über eine Mülltonne gestolpert ist und sich die Nase gebrochen hat. Daraufhin haben sie sich entschlossen, sich aus Solidarität alle die Nase zu brechen.
Chris: Die saßen da echt zusammen und hauten sich in die Fresse, bis sie alle blutige Nasen hatten, unglaublich! Und in allen Interviews in den USA erzählten sie, Davey sei Frankies Sohn – die haben das alle geglaubt, hehe.

Und, was sind eure Pläne? Habt ihr eine Idee, wo euch dieses Album hinführen wird?

Chuck:
Zum nächsten, haha.

Ich kann mich euch auch schwer als Schwarm von Teenie-Emo-Mädchen vorstellen...

Chuck:
Danke... Auch wir werden eines Tages mal etwas abnehmen, haha...

Danke, das wäre meine nächste Frage gewesen.

Jason:
Wir sollten vielleicht weniger Bier trinken, das wäre ein Anfang. Bei einem Konzert wie heute, wo all diese jungen Bands um mich herum sind, werde ich echt neidisch: diese jungen Typen sitzen den ganzen Tag nur rum, trinken Bier und sind trotzdem schlank. Unglaublich! Ich hasse die!

Wie sieht’s mit Sport aus?

Jason:
Ich ging eine Weile lang ins Fitness-Studio, aber wenn ich auf Tour bin macht so ein Abo auch keinen Sinn.

Also lieber Trinksport...

Jason:
So heißt das auf deutsch? Hm, klingt nach einem guten Albumtitel.
Chuck: Früher mal haben wir Kickball gespielt, das ist so ähnlich wie Baseball, und dabei Bier gesoffen. Die Regel war, dass man die ganze Zeit ein Bier in der Hand halten muss – das ist gar nicht so einfach. Und man muss schon besoffen sein, bevor das Spiel beginnt.
Chris: Das war spaßig, damals, als wir noch jung und beweglich waren...

Habt ihr derzeit außer HWM noch andere Bands laufen?

Chris:
Ich bin bei den CROWS, wir machen einen etwas schnelleren, aber auch düstereren Sound als HWM. Georges Band STILL ist gerade auseinander gegangen, Jason ist noch bei UNITAS, die auch bei No Idea sind, und Chuck und ich haben zusammen ein paar Akustik-Platten unter dem Namen RUMBLESEAT gemacht. Dabei ist jedem von uns klar, dass HWM die wichtigste Band ist, aber die anderen Bands sind okay, um mal mit anderen Leuten andere Sachen auszuprobieren. Der Erwartungsdruck, unter dem wir mit HWM stehen, ist manchmal ziemlich unerträglich, gerade was die Konzerte anbelangt, und da ist es gut, wenn man eine andere Band hat, bei der es scheißegal ist, wenn man live mal völlig abkackt.
Jason: Das ist natürlich positiver Druck, der uns dazu anspornt, gut zu spielen. Aber wenn eine Show dann mal nicht gut ist, habe ich ein mieses Gefühl, weil die Leute ja Geld bezahlt haben uns zu sehen.
Chuck: Und wir setzen uns selbst unter Druck, immer besser zu werden, zu wachsen. Stagnation bedeutet Frustration.

Und was habt ihr sonst noch für eine Botschaft?

Chuck:
Ich denke, wir haben auf jeden Fall eine Message, aber wir sind keine politische Band. Wir haben alle ähnliche Vorstellungen, aber gehen nicht in jedem Punkt konform – außer unserer Musik, und so geht unsere Musik immer vor. Wenn Chris und ich Texte schreiben, haben die fast immer persönliche Erfahrungen zur Grundlage, ob jetzt ganz privater Natur oder welche, die wir als Band gemacht haben. Die gemeinsame Basis ist für uns, immer besser zu werden, Hindernisse zu überwinden, zu versuchen, uns und andere besser zu verstehen, und weiter daran zu arbeiten, dass die Welt, in der wir leben, besser wird. Musik ist für uns etwas, das uns heilt.

Hey, danke für das Interview.


Livefotos: Yvonne Inlund

Joachim Hiller

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© by Ox-Fanzine / Ausgabe #49 (Dezember 2002/Januar/Februar 2003)

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