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Interviews & Artikel

RASTA KNAST

Brasilianischer Schwedenpunk aus Deutschland

RASTA KNAST zählen für mich zu den genialsten Bands, die der deutschsprachige Raum derzeit zu bieten hat. Leider ergab sich für mich aus diesen und jenen Gründen noch nie die Gelegenheit die Band – in alter wie neuer Besetzung – live zu erleben. Als ich Anfang Juli beim „Rockaganda Festival„ in Linz endlich in den Genuss einer RASTA KNAST-Show kommen sollte, nutzte ich die Gelegenheit natürlich auch gleich, um drei Viertel der Band am idyllischen Donau-Ufer zum Interview zu bitten. Ganz nebenbei entpuppten sich die Herren als sehr sympathische Zeitgenossen, und was bei unserer mehr als netten Plauderei rauskam, gibt es nun im Folgenden zu lesen.


Name, Alter, Schuhgröße, Telefonnummer?


Martin: Ich bin Martin und komme aus Celle, Schuhgröße ist 43, Telefonnummer wird nicht verraten. Was willst du noch wissen? Brauchst du Urinproben?
Thomas: Ich bin Thomas oder Captain Planlos, ich bin 30 – was mir sehr zu schaffen macht, Schuhgröße 45 und mehr fällt mir jetzt nicht ein.
Phill: Ich bin Phill Hill und komme aus Hamburg.
Martin: Unser Jüngster fehlt gerade, das ist Florentin, der ist Neu- Hamburger und kommt ursprünglich aus Obernburg in Bayern.
Thomas: Der verkauft gerade T-Shirts. Er muss sich ja auch mal nützlich machen, hehe.

Wie gefällt euch das heutige Festival bis jetzt?
Martin: Ja, geil, schöner Platz, tolle Idylle neben der Donau, super Wetter, nur ein paar Leute könnten noch kommen!

Spielt ihr häufiger auf Festivals wie dem hier?
Martin: Ja schon, wir spielen gerne auf so Sachen wie zum Beispiel ‚Force Attack’. Jetzt waren wir gerade auf einem Festival in Ungarn, da haben sonst noch die REVOLVERS gespielt, AURORA natürlich, die das auch organisiert haben, AGROTOXICO aus Brasilien, mit denen wir gerade auf Deutschland-Tour waren, und noch ein Haufen Bands aus Polen und Ungarn.

Stichwort Brasilien – wie kommt eine Band aus Deutschland zu einer Brasilien-Tour?
Martin: Wir haben vor drei Jahren zwei Gigs für OLHO SECO in Deutschland organisiert und mit ihnen auch zusammengespielt. So entstand dann der Kontakt mit der dortigen Szene.

Ist Brasilien jetzt für RASTA KNAST das, was früher mal Schweden war?
Thomas: Also nee, das kannst du gar nicht vergleichen, weil die Leute, die du vor der Bühne hast und die, mit denen du da zusammenarbeitest, eine ganz andere Mentalität besitzen.
Martin: Beides ist klasse!
Thomas: Wobei Brasilien fast ein bisschen geiler ist! Allein die Anhängerschaft ist viel größer. Wenn du in einer zig Millionen Einwohnerstadt wie Sao Paulo spielst, hast du verdammt viele Leute, die zu deinen Gigs kommen.
Martin: Die letzte Platte ist ja auch in Brasilien rausgekommen, auf Red Star Records. Das ist das Label von Jeff, der ja auch bei OLHO SECO spielt. Die Platte davor kam auch schon bei ihm raus.

Ihr werdet also sicher wieder eine Brasilientour machen?
Martin: Klar, auf jeden Fall! Vielleicht schon Ende des Jahres, wenn nicht, dann ganz sicher Anfang des nächsten.

Eine neue RASTA KNAST-LP kommt dann wann?
Martin: Wir haben gerade eine Split-LP mit AGROTOXICO gemacht. Unsere Aufnahmen sind fertig, wir warten nur noch auf deren Sachen, die sie zur Tour leider nicht mit rüber gebracht haben. Die LP kommt wieder auf Nasty Vinyl raus, die CD auf Red Star, wird aber auch in Deutschland erhältlich sein. Das Ganze dürfte übrigens recht lustig werden, weil AGROTOXICO deutsch singen und wir portugiesisch. Außerdem singt jeder von uns einen Song, erstmals sogar Phill!
Phill: Ja zum ersten und zum letzten Mal, haha!

Thomas, eine Frage speziell an dich. Du spielst auch noch in anderen Bands wie END IN FAILURE, LEISTUNGSGRUPPE MAULICH oder FFA. Wie lässt sich denn das alles zeitlich vereinbaren? Kommt da keine Band zu kurz?
Thomas: Ich habe momentan vier Bands und ein Projekt am Laufen. Ich versuche, für jede Band 100 % zu geben, und das hat bis jetzt auch ganz gut geklappt. Jede Band ist in ihrer Art und Musik unterschiedlich, insofern stört mich das jetzt nicht so.

RASTA KNAST sind ja doch sehr viel unterwegs, hat das nicht Priorität?
Thomas: Nee, also würde eine Band im Vordergrund stehen, würde ich die anderen ja zwangsläufig verlassen!

Phill, du spielst nach wie vor bei ANTIKÖRPER?
Phill: Ja klar, da bin ich immer noch dabei.

Und wie schaut es da aus, ist für dich irgendeine Band wichtiger als die andere?
Phill: Nein, bei RASTA KNAST bin ich ja Schlagzeuger, weil wir da drei hervorragende Songwriter haben, und bei ANTIKÖRPER mache ich doch den Großteil der Texte. Deswegen ist jede Band auf ihre Art wichtig für mich.

Wie sieht die momentane Lage bei ANTIKÖRPER aus?
Phill: Wir haben vor zwei, drei Monaten eine neue EP ‚Butz-Dankwart’ rausgebracht – der Hammer! Und demnächst wird ein Sampler mit einem Exklusivstück von uns drauf erscheinen. Außerdem hoffe ich, dass wir es schaffen, im Herbst eine neue Platte aufzunehmen, die dann im Winter erscheinen soll.

Inklusive Tour, die auch Österreich einschließen wird?
Phill: Gerne, ich hoffe das klappt dann alles wie geplant!
Thomas: Und du musst natürlich die anderen Bands alle im Interview erwähnen, das wäre ganz gute Werbung! Vor allem das großartige Debütalbum von LEISTUNGSGRUPPE MAULICH musst du ganz groß hervorheben.„

Martin, Nebenprojekte?
Martin: Zur Zeit nicht, vorher war ich bei WONDERPRICK und WOHLSTANDSMÜLL.
Thomas: Ähm, da spielst du doch immer noch...
Martin: Ach ja stimmt, ich bin Schlagzeuger von WOHLSTANDSMÜLL, das vergesse ich andauernd, haha.

Wie ist denn die Tour mit der TERRORGRUPPE im Februar gelaufen?

Martin: Typisch, würde ich mal sagen. Teilweise ganz witzig, aber halt nicht ganz unsere Wellenlänge.

Was sagt ihr zu den Gagenforderungen, die Bands wie die TERRORGRUPPE haben?
Martin: Schon okay, die haben ja ganz andere Auflagen als wir, Busmieten und so weiter. Das muss, denke ich, schon so sein.

Es gab ja bei einer Show – da war eine Bank Sponsor – einen Zwischenfall, wo Punx, die hauptsächlich wegen RASTA KNAST da waren, der Eintritt zu hoch war, weshalb sie die Location stürmten. Euer Kommentar dazu?
Martin: Eigentlich war uns der Eintritt auch zu hoch, und die Sache mit der Bank haben wir selbst nicht gewusst. Man muss ja nicht unbedingt für eine Bank spielen! Wir haben auch mit den Jungs von der TERRORGRUPPE gesprochen, die haben ebenfalls nichts davon gewusst. Und was jetzt Gagen und Eintritt anbelangt, da haben wir als mittourende Band ja nicht viel Einfluss darauf. Dass unsere Fans vielleicht zu kurz kommen, ist bei solchen Sachen immer ein Risiko, mit dem wir als Band rechnen müssen.

Was sagt die TERRORGRUPPE denn dazu, dass zum Beispiel ihr Nightliner bekritzelt wurde?
Martin: Na ja, die nahmen das mit Humor – du kennst ja wahrscheinlich ihre lockere Art. Ob sie es wirklich so amüsant fanden, weiß ich allerdings nicht genau.
Phill: Ich glaube, die sind so was schon gewohnt, das kommt wohl häufiger vor. Sie haben sich auch schon extra so ein Spray zum Drübersprühen gekauft.

Was ist in Zukunft von RASTA KNAST zu erwarten?
Martin: Jetzt kommt eben einmal die Split-LP. Ein Stück davon kommt auch auf die ‚BRD Punk Terror 4’, und dann wollen wir nach Japan!

Und geben wird’s euch sowieso ewig, oder?
Martin: Na ja, das hängt vom heutigen Tag ab, vielleicht ertrinken wir ja in der Donau oder so.

Wollt ihr mir sonst noch was erzählen?
Martin: Komm Phill, erzähl den Lesern deine Frauengeschichten!
Phill: Haha, ich habe keine Frauengeschichten, aber ich werde heute nach einem Jahr wieder anfangen zu rauchen. Scheiß Nichtraucher!

H.C. Roth

Webseite

© by Ox-Fanzine / Ausgabe #49 (Dezember 2002/Januar/Februar 2003)

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