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Interviews & Artikel

LESBIAN LIPSTICK

Die Wikinger-Söhne von Slash und Angus

Im vergangenen Jahr gelang dieser Band aus Kopenhagen mit dem ziemlich albernen, aber einprägsamen Namen der Durchbruch. Man spielte jede Menge Shows u.a. im Vorprogramm der HELLACOPTERS. Basis ihrer Musik ist ein ursprünglicher „No-Nonsense Rock’n’Roll“, einfach, catchy und laut, angereichert mit 80er-Hardrock und Punkrock, der sich ausgezeichnet in die „Scandinavian Garagerock Explosion“ einfügt. Ihre aktuelle 7-Track-Mini-CD „Cold as Iron“ wurde an einem einzigen Tag live im Studio aufgenommen, am Geburtstag von Gitarrist Candy Casino am 19. Mai 2002, und am nächsten Tag abgemischt. Vor ihrem Auftritt mit THE UNTAMED in Loppen, Christiania plauderte ich etwas mit diesen Bier schlürfenden, schwer rockenden Pussy-Lovern.

Name, Instrument, Lieblingsplatte und Lieblingspornostar
?

Tom: Tom Pond, Gitarre. Lieblingsplatte? Das ist schwer, aber ich denke ‚Raw Power’ von IGGY & THE STOOGES. Pornostar? Mist, ich kann mich nicht an die Namen erinnern, haha.
Randy: Randy Hi’Speed, Bass. ‚White Light White Heat White Trash’ von SOCIAL DISTORTION. Pornostar: Betty Page.
Candy: Mann, die ist doch kein Pornostar! Du hast ja keine Ahnung, holst du dir nie richtig einen runter, haha...
Randy: Keine Ahnung, ich gucke nicht so viele Pornos.
Candy: Candy Casino, Leadgitarre. ‚Highway to Hell’ von AC/DC ist das ultimative Album. Pornostar? Oh Mann, ich habe mir bei so vielen einen runtergeholt, aber zum Beispiel Terri Welles. Oder Crystal Steel, ein 80er-Jahre-Star. Sie ist ziemlich scharf, aber es gibt wirklich viele.
Jimi: Jimi Badger, Sänger. THE STOOGES ‚Funhouse’. Tabatha Cash.“
Paul: Paul Thomas, Drums. ‚Mötley Crüe’ von MÖTLEY CRÜE und mein favorisierter Pornostar bin ich natürlich selbst, haha. Wenn du ‚Chicks’ meinst, ist das Stacey Valentine.

Wann habt ihr die Band gestartet und bei welchen anderen Bands habt ihr vorher gespielt?

Candy: 2000 sind Jimi und ich nach Kopenhagen gezogen, dann stieg Tom mit ein und es war Zeit zu rocken! Danach stiegen noch Randy und Paul mit ein, als Paul keine Lust mehr hatte, Heavy-Rock mit PUSH zu spielen.
Tom: Ich war zusammen mit Jimi in zwei anderen Bands, PLANK CONSTANT und VELOUR.
Randy: Die einzig coole Band, in der ich vorher gespielt habe, war PINK ROYAL.
Paul: Candy und ich spielten zusammen, als wir in Veijle wohnten, aber wir haben nie einen Sänger gefunden.

Also AC/DC und die STOOGES sind eure Haupteinflüsse?

Randy:
Ich mag alten Punkrock, im Gegensatz zum Großteil dieser Jungs.
Jimi: Iggy, LED ZEPPELIN.
Tom: Und das neue Zeug wie HELLACOPTERS, HIVES, WHITE STRIPES.
Paul: HELLOWEEN, JUDAS PRIEST, MÖTLEY CRÜE.
Candy: THE STONES, THE CULT!

Was ist aus eurem Drummer, Dragon Elvis, geworden?

Randy:
Der war eher Playboy als Schlagzeuger, glaube ich.
Candy: Er war trotzdem ziemlich gut. Er schickte während unserer Proben immer SMS-Nachrichten an irgendwelche Mädchen, haha. Es war schon okay mit ihm, bis wir Paul trafen. Paul musste allerdings zweimal vorspielen, ehe wir ihn akzeptierten, haha. Und er hatte ein nettes Schlagzeug.

Neulich habt ihr auf einem Joe Strummer-Tribute-Konzert gespielt. Die Leute waren aber scheinbar so besoffen, dass niemand etwas davon mitbekommen hat.

Jimi:
Die Leute dachten wohl, wir würden unsere eigenen Songs spielen.
Randy: Es war ziemlich peinlich, dass die Leute die alten CLASH-Songs nicht kannten. Das ist irgendwie traurig, denn wir haben ‚Dirty Punk’ und ‚Janie Jones’ gespielt...

Was machen dänische Bands eurer Größe, lassen sie ihr Zeug über ein dänisches Label veröffentlichen oder suchen sie sich ein Label im Ausland?
Candy:
Du versuchst irgendwie, mit denen zu arbeiten, die Interesse haben. Und dann guckst du, was sie zu bieten haben. Crunchy Frog hat mit dieser Art Musik zum Beispiel nicht viel am Hut, aber sie leisten gute Arbeit für ein kleines Label.
Randy: Das Problem mit einem dänischen Label ist, dass du nur 500 Kopien verkaufen kannst und die Platte außerhalb Dänemarks niemals veröffentlicht wird.

Wenn man sich deine Texte anschaut, Jimi, scheinst du Reality-Shows ziemlich zu hassen, oder?

Candy:
Na ja, eigentlich habe ich ‚Reality Wannabe’ geschrieben.
Jimi: Es gibt auch noch einen alten Song namens ‚TV Lies’, aber es macht mir nichts aus fernzusehen, jedenfalls nicht, wenn meine Freundin dabei ist. Die Leute in Dänemark sind aber generell zu faul, ihre Ärsche hochzukriegen und rauszugehen, und irgendwas zu tun. Wir sind einfach zu lahm, wir müssen raus auf die Straße!

Irgendwelche bizarren Erfahrungen mit Live-Shows, über die ihr berichten könntet?

Candy:
Die lustigste Sache passierte vor der Show, als Jimi und ich uns besoffen gegenseitig in die Fresse gehauen hatten, spaßeshalber. Die Dinge gerieten irgendwie außer Kontrolle und zufällig verletzte ich Jimi dermaßen, dass seine Augenbraue genäht werden musste, knapp eine Stunde, bevor wir auf der Bühne stehen sollten. Also gingen wir zur Notaufnahme von diesem Studentenwohnheim und versuchten irgendwie an der Warteschlange vorbeizukommen. Wir waren total besoffen und überall war Blut. Und ungefähr 50 Studenten standen draußen und dachten, wir hätten versucht, uns gegenseitig umzubringen!

Jens Kofoed-Pihl

Webseite

© by Ox-Fanzine / Ausgabe #51 (Juni/Juli/August 2003)

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