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Interviews & Artikel

METEORS

Psychobilly

Die Legende lebt. Vor drei Jahren hatte Frontmann und Macher P Paul Fenech noch das offizielle und unumstößliche Aus für THE METEORS verkündet. Ein schwerer Schock für die Psychobilly-Szene, zumal auch andere frühere Größen ihren Rückzug bekannt gegeben hatten oder nur noch live mit einem Best-of-Programm unterwegs waren. Im Herbst letzten Jahres dann die gute Nachricht: P Paul kann ohne THE METEORS nicht leben und revidiert seine Meinung. Im Gegensatz zu anderen Bands, die nach einem Rücktritt zwar wieder zusammen auf Tour gehen (mit beliebten Revival-Konzerten), aber keine neuen Platten mehr machen oder besser gemacht hätten, erschien Anfang März das neue METEORS-Album mit dem simplen und doch sehr vielsagenden Titel „Psychobilly“. Super Album, eines der besten der letzten 15 Jahre und Aufhänger für ein paar Email-Fragen an P Paul Fenech.

Warum habt ihr das Album ausgerechnet jetzt „Psychobilly“ genannt? Wolltet ihr ein Statement setzen gegenüber allen anderen Bands, die ihren Stil „Psychobilly“ nennen?

Wenn du dir das Cover genau ansiehst, entdeckst du hinter dem Wort Psychobilly ein (c), das sollte eigentlich alle Fragen beantworten.

Auf „Psycho Down“ habt ihr wieder begonnen, einen Slapbass einzusetzen. Auf der neuen Platte überwiegen bereits die Tracks mit Slapbass. Ist es eine Rückbesinnung auf die Anfangszeiten und ersten beiden Platten?

Hauptsächlich habe ich eine Ewigkeit nach einem Bassisten gesucht, der zu unserem Sound passt, unsere Vorstellungen teilt und gut genug ist, mit uns zu arbeiten. Viele Slap-Bassisten vergessen, dass es neben dem ‚Slap’ auch noch den Bass gibt. Ingesamt wollte ich einfach den Sound von THE METEORS wieder auffrischen.

Du wirst nicht müde zu betonen, dass nur THE METEORS puren Psychobilly spielen. Was kennzeichnet puren Psychobilly? Speziell auf den letzten beiden Alben ist die Bandbreite in den Songs wesentlich weiter als noch vor 10-12 Jahren.

Wir und unsere Fans, egal wie die aussehen und sich kleiden, sind der pure Psychobilly. Kein Punk, kein Rockabilly, kein Neo-Punkabilly, Metal oder was auch immer, nur purer Psychobilly. Wir haben keine spezielle Meinung zu anderen Bands, außer, dass es viele gute, aber auch viele schlechte Bands gibt. Aber ‚only THE METEORS are pure Psychobilly’. Der Sound von THE METEORS war von Beginn an, und egal wie er sich entwickelt, purer Psychobilly und wird es auch immer sein.

Ich war bei eurem ersten Gig nach eurer Auflösung und beim Start der letzten Tour. Leider habt ihr kaum neue Songs gespielt.

Wir haben uns entschieden, nur ein paar neue Songs wie ‚King of the mutalators’ vom vorletzten Album zu spielen. Wir wollten keine neuen Songs spielen, da die meisten Fans das neue Album noch nicht hören konnten. Aber wenn ‚Psychobilly’ länger auf dem Markt ist, werden wir auch Tracks davon live spielen, z.B. ‚Return of King Vlad’, ‚U ain’t right’ oder ‚Last train’. Egal welche Songs wir auswählen, einige werden enttäuscht sein. Einige wollen nur Alte, andere nur Neue. Wir versuchen, eine gute Mischung zu finden.

Würdet ihr für Leser und Interessierte erklären, die euer Umfeld noch nicht so lange kennen, wer die „Wrecking Crew“ und wer „The Kattle“ sind?

Jeder, der THE METEORS gut findet, unsere Einstellung versteht, respektiert und teilt, ist ein Mitglied der ‚Wrecking Crew’. Kein Kommentar zu ‚The Kattle’.

Ende der Achtziger startete ein offizieller METEORS-Fanclub mit einer einmaligen Ausgabe des Magazins „Voice of the bell“. Gibt es diesen Fanclub noch oder einen anderen offiziellen Zusammenschluss?


Der Fanclub und das Magazin waren einfach zu viel Arbeit und ließen sich nicht mehr managen. Heute ist es einfacher, alles über das Internet zu regeln. Es gibt ein Forum, an dem ich selber unregelmäßig teilnehme und Stellung nehme.

Bist du immer schon von Horrorfilmen, Zombies und Massenmördern fasziniert gewesen? Was ist der Reiz daran?

Persönlich habe ich ein großes Interesse an diesem Genre und es ist für mich eine unerschöpfliche Quelle der Inspiration. Besonders weil ich keine Songs über Sachen mache, die mich nicht interessieren wie Politik, traditionelle Liebeslieder oder fröhliche Leute.

Da du dich ja offensichtlich sehr gut im Horror- oder Sci-Fi-Genre auskennst, welche Elemente machen akzeptable Filme aus? Worauf achtest du in den Filmen, welches sind deine Favoriten?

Ich gucke alles mögliche und ich habe über 1000 Filme, gute und schlechte. Es würde ein Buch füllen, wenn ich die Frage im Detail beantworten müsste und es wäre sicher recht langweilig. Zum Schreiben nutzte ich viele Dinge. Mal nur den Titel oder irgendeine andere Kleinigkeit in einem Film. Meine Favoriten wechseln auch ständig. Aus unterschiedlichsten Gründen sind es zur Zeit ‚The last house on the left’, ‚Hills have eyes’, beide Versionen von ‚Cape Fear’ und viele mehr. Die Liste ist einfach zu lang.

In der letzten Zeit seid ihr und andere Psychobilly-Bands häufiger als sonst auf Festivals mit einer bunten Mischung zwischen Punkrock und Oi! aufgetreten. Aber wenn es nicht diese speziellen Festivals mit ausschließlich Psychobilly oder musikalisch sehr verwandten Stilen gäbe, würde die Psychobilly-Szene wahrscheinlich bald ganz verschwinden.


Unsere Einstellung war es immer, dass wir für alle gespielt haben, egal wie sie uns fanden, welche Musik sie noch hören oder welcher Szene sie angehörten. Aber wir sind Psychobilly und stolz darauf. So lange wir da sind, wird es immer Psychobilly geben. In den letzten Jahren ist es schwer geworden, reine Psychobilly-Festivals durchzuführen, trotzdem werden diese Festivals für uns immer höchste Priorität haben. Auf der anderen Seite ist es aber auch gut, das Spektrum zu erweitern und die Szene wieder größer werden zu lassen.

Bands wie DEMENTED ARE GO, NEKROMANTIX oder MAD SIN haben gerade verhältnismäßig großen Erfolg in den USA. Einige der neueren Bands nennen ihre Musik Psychobilly, spielen aber lediglich Punk mit Slapbass. Was denkst du über den kleinen Psycho-Hype in den Staaten?

Wir haben mehrere Male in den USA getourt und hatten dabei großartige Gigs - und das lange bevor diese Bands dort unterwegs waren. Was die anderen machen, hat nichts mit uns zu tun und ich wünsche ihnen viel Glück. Niemand mit dem ich gesprochen habe, hält sie für Psychobilly. Wenn wir wieder dort sein werden, werden die Fans den Unterschied merken und wir überlassen es ihnen zu entscheiden, ob sie uns mögen oder nicht. Das ist nicht unser Problem.

Was sind deine nächsten Schritte? THE METEORS oder Solo-Projekte?

Es wird schon bald ein neues P Paul Fenech-Soloalbum geben. Im Moment schreibe ich für beides, wobei meine Solo-Projekte anderen Regeln unterliegen. Ich werde in der nächsten Zeit keine Solo-Touren mehr unternehmen, da ich wieder da bin, wo ich hingehöre, bei den METEORS. Es wird auf jeden Fall bald wieder eine neue SURFIN DEAD- und eine neue THE LEGENDARY RAW DEAL-CD geben.

Ein abschließendes Statement zu den deutschen Fans?

THE METEORS möchten allen für die unglaublichen und niemals enttäuschenden Fans in Deutschland danken. Ihr seid die Hälfte von uns. Immer bedeutender als Politik oder Religion. Solange einer übrig bleibt, wird es ‚Psychobilly’ weitergeben. Only THE METEORS are pure Psychobilly. Wenn ihr uns mögt: Danke. Wenn nicht: Fuck you.

Rob

Webseite

© by Ox-Fanzine / Ausgabe #51 (Juni/Juli/August 2003)

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