ANORAK.

Enthusiasts And Collectors

Nachdem ich beim letzten Mal schon KÁLA in die Hände bekommen habe, die ebenfalls bei Uncle M veröffentlichten, nun also ANORAK. aus Köln. Zunächst muss gesagt sein, dass die Aufmachung der Platte mir wirklich gefällt – ein einfacher naturbelassener, brauner Pappschuber mit aufgeklebtem Polaroid (ein Typ und ein paar Palmen), Bandname, Albumtitel.

Gespielt wird eine Mischung aus Post-Hardcore und Indie, immer mit ausreichend Reverb, was dann wie eine Mischung aus YOUNG MOUNTAIN, LA DISPUTE und den EDITORS wirkt. Das klingt erstmal interessant, spätestens in der zweiten Plattenhälfte fühlt man sich allerdings wie in einer Endlosschleife gefangen.

Weder songwriterisch noch durch einen produktionstechnischen Kniff schaffen ANORAK. es, aus ihrem eng abgesteckten Kosmos auszubrechen. Wenn dieses Album eine Schwäche hat, dann dass es darin versagt, einen Spannungsbogen aufzubauen.

So klingt jedes Lied austauschbar, gefangen im Midtempo, in Erwartung des Refrains. Ob jetzt über Trennung („Cessation“) oder Faschismus („These times“) gesungen wird, ist letztlich egal, ANORAK.

leiden immer gleich. Dennoch, „Enthusiasts And Collectors“ ist ein solides Album, rein instrumental sogar ein gutes Album. Nur zündet es leider nicht bei mir.