BLACKBERRIES

Greenwich Mean Time

Solingen, einst als Rockcity No. 1 abgefeiert, wird nach einem ausgedehnten Dämmerzustand wieder wach und wichtig. Vier Jahre nach den ersten Aktivitäten (eine EP, ein Album erscheinen 2012) schlagen die BLACKBERRIES erneut zu.

Ihr krachender Britpop mit Psychedelia- und Krautrock-Anteilen verhalf ihnen zu Support-Slots bei BASTILLE, IMAGINE DRAGONS und Miles Kane. Für „Greenwich Mean Time“ haben die vier eine ganze Latte fein komponierter und so präzise wie fantasievoll arrangierter Songs zusammengestellt, die sie als durchaus eigenständige Combo zeigen, die keinesfalls Vergleiche mit der neuen (und schwer angesagten) Garde von Pop-Psychedelikern (TAME IMPALA, TEMPLES, MOONS) scheuen braucht.

Geht der stampfende Opener „Things change“ noch sehr in Richtung des letzten OASIS-Albums, gehen sie mit den folgenden Nummern erfreulich eigene Wege. Dass ausgerechnet Unique, Heimathafen der „Rockcity“-Keimzelle EMBRYONICS, die BLACKBERRIES unter Vertrag nahm, werte ich als gutes Zeichen.