BRUTUS

Burst

Mannomann! Diese Belgier haben es faustdick hinter den Musikerohren. Wer „Burst“ bestellt, der bekommt Chaos geliefert. Herrliches Chaos! Denn „Burst“ klingt genauso, wie es heißt: Als ob irgendetwas platzt und den Leuten um die Ohren fliegt.

„Burst“ ist Hardcore, Punk, Mathcore, Prog und Shoegaze in einem. REFUSED und DILLINGER ESCAPE PLAN grüßen hier, THE MARS VOLTA und AT THE DRIVE-IN winken dort. Und mittendrin schreit und brüllt sich Frontfrau Stefanie Mannaerts die Seele aus dem Leib.

Und – Achtung! – trommelt dabei auch noch! Was den Wahnsinn und das Chaos komplett macht, irgendwie. Allein der Opener „March“ wechselt beinahe fünfsekündlich Tempo und Takt. Aber aller Schwurbeligkeit zum Trotz: Es wird nie unübersichtlich.

Es bleibt immer eine Melodie, ein Riff im Ohr hängen und macht Hunger auf das, was hinter der nächsten Ecke so lauert. „Burst“ ist ein Monster, das kratz und beißt – und doch nur spielen will.

Wer es einmal bezwungen hat, im Sinne von durchgehört, der nennt einen neuen Freund sein eigen.