Reviews : MARILYN MANSON / Holy Wood - In The Shadow Of The Valley Of Death CD :: ox-fanzine.de

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CDs/LPs/Singles - Reviews

MARILYN MANSON

Holy Wood - In The Shadow Of The Valley Of Death CD

Genre: Rock

Motor Music


Seit dem letzten Studioalbum "Mechanical Animals" sind nunmehr zwei Jahre ins Land gezogen, die den MARILYN MANSON-Anhängern durch ein Livealbum und etliche Gerüchte über Bandbesetzungen, Mutmassungen über Soundveränderungen und Weiteres appetithäppchenweise versüsst wurden.

Hier ist sie also, "Holy Wood", die Scheibe, mit der Brian Warner und Konsorten ihr Comeback und den Abschluss der selbsternannten Trilogie, bestehend aus "Antichrist Superstar", "Mechanical Animals" und eben "Holy Wood" vollführen.

Nachdem die Band auf ihrem letzten Album ein wenig ruhiger und weniger interessant geworden war, tendieren sie jetzt wieder zu ihrer härteren Seite, nicht aber so drall wie beim Erstling "Smells Like Children".

Vielmehr haben MARILYN MANSON eine absolut ausgewogene Mischung aus "Antichrist Superstar" und "Mechanical Animals" gefunden, die ihnen prächtigst zu Gesicht steht. "Love Song", "Death Song" oder "Born Again" sind potentielle Kandidaten für Discobesucher, "The Fight Song" erinnert zeitweilen an BLUR´s "Song 2", dann folgt mit "Disposable Teens" leider eine nicht zu überhörende Homage an ihren Hitsong "The Beautiful People", an das mich doch zuviele Elemente, angefangen vom Schlagzeug bis hin zur Gesangslage, erinnern.

Ansonsten sind vor allem die Drumarbeit und der Gesang ausgereift wie nie, Warner beherrscht es perfekt, seine Emotionen ohne Missverständnisse auszudrücken, seien es nun Wutausbrüche in "Love Song" oder unheimlich gefühlvolle Passagen im Titeltrack.

In "Fight Song" glaubt man sogar streckenweise, die SEX PISTOLS hätten die Vocalparts übernommen. Vom Schlagzeugspiel wurden einige vertrackte Breaks und Fills der Vergangenheit gestrichen und vielmehr auf simple aber kräftigst groovende Drums gesetzt, die ohne Probleme aus Rick Latham´s "Funk Studies" stammen könnten.

Unheimlich tight grooven MARILYN MANSON anno 2000, wüsste man es nicht, könnte man denken, beim Opener oder bei "President Dead" würde kein geringerer als Steve Gadd persönlich hinter der Schiessbude sitzen.

Auf "Holy Wood" ist bei ganzen 19 Tracks also für jeden was dabei und wer bei "Lamb Of God" nicht spätestens nachdenklich und aufmerksam auf die unheimlich persönlichen und kritischen Lyrics wird, die hinter der Fassade des Marketingstrategen Warner stecken, dem ist nicht mehr zu helfen.

Neben persönlichen Themen wird vor allem sozialkritisch agiert, wobei nicht zuletzt der Gebrauch von Waffen in all seiner Form in schärfste Kritik gerät. MARILYN MANSON beweisen mit "Holy Wood", dass sie erwachsen geworden sind und nicht nur eine gute Schockpromotion bieten, sondern erstzunehmende Musiker und Texter sind.

Dominik Winter

© by Ox-Fanzine / Ausgabe #41 (Dezember 2000/Januar/Februar 2001)

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