ALESKA

s/t

Wenn von Screamo die Rede ist, denkt man selten an Songs von über zwei Minuten. Häufig reicht das meiner Meinung nach auch vollkommen. Dann gibt’s aber immer wieder Bands wie SED NON SATIATA, THE BLACK HEART REBELLION vor dem Ayahuasca-Trip oder CITY OF CATERPILLAR, die das anders sehen und dem ganzen Stakkatko-Geballer ausgedehnte Instrumenta2arts und Reverbexzesse entgegenstellen.

ALESKA aus Metz halten es wie letztere, auch wenn sie durchaus zu kurzweiligen Ausbrüchen neigen. Trotz allem schaffen sie es, die vier bis knapp sieben Minuten langen Songs auf dieser selbstbetitelten 1 nicht der Langeweile zu überlassen.

„Du gris au noir“ oder „Leaves, trees and me“ warten dann sogar mit waschechten Sludge-Parts auf. Ein schöner Kontrast und fernab von dummem Gestampfe um des Gestampfes Willen. Dafür sind ALESKA auch einfach zu gut, bewegen sie sich doch abseits der ständig gleichen Laut/leise-Dynamik und altbekannten Akkordfolgen und Melodien.

Auf „Que reste-t-il?“ gibt’s dann sogar Blastbeats und D-Beat. Das Album ist nach sieben Songs dann zwar weit über dreißig Minuten lang, Puristen werden die Stirn in Falten legen, das macht aber gar nichts.

Besser als der zweitausendste ORCHID-Abklatsch sind ALESKA allemal.