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CDs/LPs/Singles - Reviews

BLOOD COMMAND

Cult Drugs

Format: CD

Label: Fysisk Format

Spielzeit: 34:25

Webseite

Wertung:


Uneasy Listening, das fällt mir als Erstes zu den 2008 im norwegischen Bergen gegründeten BLOOD COMMAND ein. 2010 erschien das Debüt „Ghostclocks“, 2012 „Funeral Beach“, beide bereits auf ihrem Osloer Stammlabel Fysisk Format, und ab 2012 kam auch der Durchbruch für die Band, die sich in ihrer Frühzeit etwas unkonkret auf San Diego-Hardcore als wichtigen Einfluss berief.

Ich verglich den damals schon nicht „sortenreinen“ Sound seinerzeit mit AT THE DRIVE-IN und THE (INTERNATIONAL) NOISE CONSPIRACY, speziell was die Offenheit für den Umgang mit Einflüssen und den Spaß am Spielen mit „genrefremden“ Einflüssen betrifft.

Seitdem hat sich Yngve Andersen, der für Gitarren, Bass, Synthesizer und Co-Gesang zuständige Kopf der Band in Norwegen bis in den Mainstream hinein als erfolgreicher Produzent etabliert, und das bringt mich zu meinem einleitenden Statement: BLOOD COMMAND haben sich vom Hardcore-Fundament über weite Strecken teils erheblich gelöst, haben einige hymnische Rock-Hymnen mit Festivalcrowd-Mithüpf-Potenzial im Angebot, etwa „Nervous laughter“, doch ist es der Gesang von Frontfrau Karina Ljone, der immer wieder polarisiert.

Die kann alles: sweet, wütend, laut, leise – und kreischen. Und an dem Punkt sind einige Menschen, die das Album schon gehört haben, raus. Wenn sie zur Kreissäge wird und ihren stimmlichen Rahmen innerhalb einer Nummer, etwa „Gang signs“, voll ausschöpft, ist das eben „uneasy listening“.

Man kann das aushalten, und ich mag das, und genau das spricht auch nicht gegen, sondern für BABOON SHOW, an die mich die BLOOD COMMAND erstaunlicherweise immer wieder erinnern. Die allerdings verzichten auf den Klimbim, den Andersen in seiner Doppelfunktion angeschleppt hat, teils in Form von Gastmusikern: „Quitters don’t smoke“ etwa hat so einen seltsamen technoiden Synthiebeat mit drin, der ganz schön cheesy ist.

„Cult Drugs“ ist ein mächtiges Album, das den Willen der Band aufzeigt, weit nach oben zu kommen. Genau dafür, und das ist auch gut so, sind die vielen Songs mit Hitpotenzial oft eine Spur zu stachelig.

Joachim Hiller

© by Ox-Fanzine / Ausgabe #131 (April/Mai 2017)

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