PAST

Czarno/Biala

Hui, die machen so ziemlich alles richtig. Ein erster Anflug von X-MAL DEUTSCHLAND bleibt in der Luft, verfliegt aber schnell, weil sie ihren Sound flugs ausbreiten und sich im weiten Feld des getragenen Post-Punk extrem sicher bewegen.

Witzig, dass Polnisch beim nicht näheren Hinhören fast wie Französisch klingt. Sehr abwechslungsreiche Platte, die vom wechselseitigen Gesang (Sängerin und mindestens zwei, wenn nicht drei Herren der Band), der extrem guten Gitarre, die sich auch in Johnny Marr-Gefilde vorwagt, und dem sehr soliden Schlagzeug lebt, das viel auf der Standtom treibt.

Ab und an drängelt sich auch ein Synthesizer nach vorne. Müsste ich mich bei den Referenzen auf nur drei Namen beschränken, dann würde ich in jedem Fall KILLING JOKE (ca. 1982), Siouxsie (ca.

1980) und eben X-MAL DEUTSCHLAND nennen. Damit hätten wir dann auch das Soundfeld mit kleinen Ausreißern zwischen 1981 und 1984 abgesteckt. Texte liegen auf Polnisch und Englisch bei. Klingt verdammt gut und ist auch noch extrem gut aufgenommen.