WHITE HILLS

Stop Mute Defeat

Das Besondere an den New Yorkern WHITE HILLS war schon immer, wie geschickt sie sich aus der Umklammerung stereotyper Vorstellungen im Zusammenhang mit modernem, von MONSTER MAGNET, STOOGES und HAWKWIND beeinflussten (Heavy) Psychedelic Rock befreien konnten.

Auf dem Vorgänger „Walks For Motorists“ von 2015 fanden sich dann auch starke Verweise auf den Goth-Rock und Post-Punk der Achtziger, unter den sich neben weiterhin vorhanden Versatzstücken von Space- und Krautrock abstraktere Elektronik-Experimente mischten.

Noch minimalistischer geht es jetzt auf dem neuen Album „Stop Mute Defeat“ zu, bei dem Dave W. und Ego Sensation mit extrem repetitiven hypnotischen Strukturen und motorischer Rhythmik arbeiten, wo es offenbar darum geht, den Hörer in Trance zu versetzen.

Das wird dem einen oder anderen sicherlich nicht Spektakel genug sein. Die strenge, von Synthiesounds dominierte Kühle von „Stop Mute Defeat“ macht WHITE HILLS diesmal fast zu einer waschechten Cold-Wave-Band, die man in dieser Form auch zusammen mit SUICIDE Ende der Siebziger in New York auf eine Bühne hätte stellen können.

Und falls man hier noch nicht vorzeitig in eine Art Wachkoma gefallen sein sollte, bekommt man vielleicht noch den großartigen Titeltrack am Ende mit, mit dem sich WHITE HILLS als weniger exzentrische Neo-ALIEN SEX FIEND empfehlen.