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EINERBANDE

Diary Of A Bad Man

Dies hier ist nicht etwa das Debüt einer neuen Deutschpunk-Band, sondern das Ergebnis von Langeweile auf einer BEATSTEAKS-Tour. Die Band hat offenbar viel Bier getrunken und dann diese, nun ja, Songs aufgenommen.

Das ist irgendwie lustig, mit ein bisschen Mühe erkennt man Arnim Teutoburg-Weiß’ Stimme, dazu gibt’s rauschigen Synthesizer und ein paar Ticktack-Beats. Gut, im Sinne von „dies ist eine Platte, die ich von nun an regelmäßig auflegen und genießen werde“ ist das nicht.

Einzig der Remix von „Fever“ und das Cover von „How bizarre“ (das klingt, als hätte jemand das Stück auf der Blockflöte begleitet) sind als tatsächliche Songs zu erkennen, der Rest ist Spielerei.

Nein, eigentlich sind die Remixe auch Spielerei. Aber sie unterhalten wenigstens, während der Rest vor sich hin tickert. Es heißt, dies sei ein Tourtagebuch, eine Auseinandersetzung mit Themen wie Schlafmangel, Männerbünde vs.

Klassenfahrt, Zeitüberschuss und Kaffeemangel. Okay. Dazu gibt es schwurbelige Vergleiche mit Goethe. Ich hätte mir lieber angehört, wie die Band tatsächlich über diese Themen diskutiert, gerne mit einem Bier in der Hand.

Als Sammelobjekt – die LP ist auf 150 Stück limitiert und kommt mit Poster und anderem Schnickschnack – taugt „Diary Of A Bad Man“ bestimmt. Zwingend anhören müsst ihr euch das aber nicht.