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UNPLACES

Changes

UNPLACES aus Bochum und Hannover schätzen die theatralische Synthie-Wave-Dramaturgie in Moll, wie man sie von FAD GADGET, LIGHT ASYLUM oder Anne Clark kennt. Der Zenit dunkler Sinnlichkeit ist erreicht, wenn sich der in seiner Tiefe an Marianne Faithfull erinnernde Gesang von Dorette Gonschorek bei „Escape“ oder „Reset“ mit emotionaler Eindringlichkeit über dystopische Keyboardteppiche und paranoid machende Drum-Schablonen legt.

Ihre Stimme ist ein skelettiertes Manifest zwischen Hilferuf und befreiender Verzweiflung. Die treibenden Synthie-Sequenzen bei „Changes“ hätten Anne Clark in der Phase ihres Albums „Changing Places“ (1983) gefallen.

„The left behind“ trifft exakt das, was es im Song beschreibt: „The searching for meaning, the searching for feelings“. Bei diesem Song fällt die Tonlage ihrer Stimme in die Arme von Shannon Funchess, der Sängerin der New Yorker Formation LIGHT ASYLUM.

Und wer kann sich an ein Cover von „Such a shame“ von TALK TALK heranwagen, ohne peinliche Berührung hervorzurufen? UNPLACES können es sehr gut und drehen es im Momentum in den Sound der frühen CAMOUFLAGE.