BESVÄRJELSEN

Vallmo

Tiefgestimmte, fuzzgetränkte Gitarren brummen aus den Boxen und stellen zunächst eine echte Belastungsprobe für deren Membrane dar. Aha, eine Mischung aus Stoner und Sludge, schießt es mir zunächst durch den Kopf, bis Sängerin Lea Amling Alazam ihre Stimme erklingen lässt.

Sie verleiht der Musik dieser fünfköpfigen Band einen Hauch Spätsiebziger-Rock-Flair, der mit Stoner- und Doom-, aber auch Sludge-Elementen verfeinert wurde. Die Gitarren pendeln stets zwischen mal leicht kindlich verspielten, mal klassisch rockigen Melodien und der typischen Riffgewalt oben erwähnter Stile und wäre da nicht diese unglaubliche Stimme, die angenehm rauchig und beschwörend klingt, könnte man schnell geneigt sein, gelangweilt abzuwinken.

Aber irgendwie fesselt „Vallmo“ dann doch zu sehr. Irgendwo zwischen JEX TOTH, THE DEVIL’S BLOOD, GRIEF, BLACK SABBATH und EYEHATEGOD, was aus meiner Sicht eine ungewöhnliche Mischung ist, aber dennoch funktioniert.