SHUN

Nothing Quite As Heavy

Das ist Gitarrenmusik, die diese ebenso urige wie überstrapazierte Bezeichnung im Emphatischsten verdient. SHUN stellen sich mit ihren Debütalbum als Beherrscher der mächtigen Akkorde, stattlichen Verzerrungen und dahin dreschenden Drums vor.

Nach einem fulminanten Beginn offenbart der Opener „Ostensibly“ darüber hinaus feinfühliges Pop-Bewusstsein, das sich in einem geradezu catchy Refrain niederschlägt. SHUN spielen geriffelten Gitarrenpop, der zwar in lethargischer New-Wave-Tradition gesungen, aber mit lebensfrohen Melodien und Upbeat-Passagen durchsprenkelt wird.

Alles auf „Nothing Quite As Heavy“ ist gut gemachtes, dennoch nichts allzu innovativ oder spannend geschriebenes Album. Ästhetisches Lob gebührt allerdings dem retroschick collagierten Cover von Lisa Marie Fechteler.