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EYE OF TIME

Myth II: A Need To Survive

„There is so much pain in this world that we have created robots to share it“. Ein Handkantenschlag, dieser Titel des Openers. Ein Satz, so zynisch, gewaltig und wahr, dass die Aufnahmen von Mark Euvries Projekt THE EYE OF TIME ohne Text und Gesang auskommen.

Der Franzose, der als Mitglied von AUSSITÔT MORT beziehungsweise MORT MORT MORT außerdem im Screamo beheimatet ist, lässt hier komplexe Gefühlswelten auf andere Weise zu Wort kommen. Ätherische Gitarrensounds, wummernde Electronics, Drones, die aus einer Cello-Miniatur hervorlugen, ein langsam sich entfaltendes Schlagzeug-Motiv oder Beat-Samples, all das wird zusammengedampft zu vielschichtigen Klängen, die mitunter in die Klassik weisen, allerdings in weiten Teilen auf kargen Post-Rock-Landschaften fußen.

Höhepunkt ist das cineastische „Foldings“, das sich am weitesten von organischen Sounds hin zu einer dichten Synthesizer-Hymne bewegt.