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THUNDERPUSSY

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THUNDERPUSSY?! Wer sich auf Grund des Namens nun prophylaktisch eine Dose Bier aufmacht und die Nackenmuskulatur aufwärmt, damit zu Schweinerock der härteren und schnelleren Sorte die Rübe geschüttelt werden kann, ist ähnlich schief gewickelt wie das ziemlich imposante Reptil, das sich auf dem Cover um die Hälse des Damenquartetts schmiegt.

Laut und krachig können die vier zwar auch, schließlich kommen sie aus Seattle, aber genauso gut kuscheln sie sich an die Classic-Rock-Ikonen HEART oder die Grunge-Urväter PEARL JAM, deren Gitarrist Mike McCready auch schon auf die Girls aufmerksam wurde und den Opener „Speed queen“ vorab als 7“ veröffentlichte.

Auch wenn dort direkt mit T. REX-Riffs ordentlich Feuer unterm Hintern gemacht wird, betört Sängerin Molly Sides den Hörer im Laufe des Albums abwechselnd hypnotisch flehend, tollwütig fauchend oder mit lässiger Coolness, dass es einem ganz warm ums Herz wird.