LINCOLN

Anne-Claire, Jérôme, Olivier Jouvray

Gleich drei Personen mit dem Nachnamen Jouvray sind an dieser schon seit 2002 in Frankreich erscheinenden Serie am Start. Olivier als Szenarist, sein Bruder Jérôme als Zeichner und Jérômes Frau Anne-Claire als Koloristin.

Eine Art Familienprojekt also. Das Ergebnis ist kurios. Lincoln, geboren im ausklingenden 19. Jahrhundert, hat einen schlechten Start ins Leben: Die Mutter Säuferin, der Vater weg. Er hasst das Leben von Beginn an leidenschaftlich, das bis zur Unkenntlichkeit verdrießlich verzogene Gesicht aka „die Flunsch“ wird, kombiniert mit einer gesunden Auswahl an Kraftausdrücken zu seinem Markenzeichen.

Als er bei einer Dynamitangelaktion zufällig Gott begegnet, ändert sich sein Leben schlagartig. Gott startet ein Experiment, in dem Lincoln die Hauptrolle spielt. Es entfaltet sich eine bitterböse schwarze Komödie, die in ihrer Abstrusität wohl am ehesten als Mischung aus zünftigem Spaghettiwestern und Monty Python durchgeht.

In Frankreich sind inzwischen schon neun Bände erschienen.