CARPE NOCTEM

Vitrun

Von den 335.025 Einwohnern Islands spielen wahrscheinlich 25 in Black-Metal-Bands. Dafür ist die Szene aber recht produktiv und erfolgreich, denkt man an Kapellen wie SVARTIDAUDI, ÁRSTIDIR LIFSINS oder MISÞYRMING.

Bei letzteren beiden sind auch drei Fünftel von CARPE NOCTEM aktiv, die aber schon länger zum Tanze aufspielen. Und das machen sie in beeindruckender Weise mit einer Mischung aus dissonanten Tonfolgen und purer Wucht.

Das Quintett weiß die Nacht zu nutzen und den Hörer genau dahin zu befördern, in die Dunkelheit und Kälte der isländischen Natur, die in den lediglich sechs überlangen Songs perfekt eingefangen wird.

Dabei sind CARPE NOCTEM flexibel und lassen neben purer Raserei über Blastbeats auch psychedelische Momente mit Tribal-Drumming oder unheilvolle gezupfte Gitarren zu. Alle Texte werden in der Landessprache gefaucht oder gegrowlt und runden den eigenständigen Eindruck ab.

Starkes Album!