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WYLDE TRYFLES

Go Fuzz Fourself

Von vorne bis hinten gibt es an dieser Scheibe nichts Neues, nichts Innovatives, nichts Überraschendes – so ist es bezweckt und umgesetzt, denn bisher wurde das Achtziger-Garage-Revival noch nicht abgepfiffen und nach dieser Devise ist „Go Fuzz Fourself“ abgesehen von einem punktuell eingesetzten, modernem Psych-Anstrich ein klassisches Acid-Punk-Album, mit allem Chichi.

Auf dieser Platte hausen 13 Kaliber mitsamt leicht übersteuerter, knurrig dahingerotzter „Piss & vinegar“-Vocals, vor Fuzz triefender Gitarren, peitschender Farfisa-Einlagen, Reverb, gelegentlichem SEEDS-Jangle und einigen halluzinogen Einlagen, kurzum: jenem Revival-Signature-Sound, der schon für CYNICS, LYRES und CHESTERFIELD KINGS funktioniert hat, in direkter Traditionslinie zum „Back From The Grave“-Kompendium.

Gecovert wird selbstverständlich auch, nämlich „Hangover baby“ von THE SOUND EXPLOSION, „I’m moving on“ von EVIL und „Can’t tame me“ der BENDERS. Nach Genre-Leitfaden ist das eine von Grund auf solide Platte mit wenigen Überraschungen, aber parallel auch keinen Stinker-Momenten.