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DECIBELS

Scene, Not Herd

Gerade ein halbes Jahr ist seit der überraschenden Cover-Platte der Powerpopper aus Sacramento vergangen, nun treten die Jungs wieder mit „richtigem“ eigenen Material an. Selbstverständlich ist hier die Rickenbacker das Mittel der Wahl, um den authentisch auf Jinglejangle gedrillten Sound stilsicher umzusetzen.

Und selbstverständlich, sonst wäre es kein Powerpop, stammt das Fundament der Songs zu weiten Teilen von Bands aus den Sechzigern. Die DECIBELS setzen mit ihrem Sound viele eigene Akzente, ihr mehrstimmiger Harmoniegesang ist herausragend, die lässig klimpernden Gitarren errichten darüber rasante Harmoniebögen, und das solide Fundament der Rhythmussektion stellt sicher, dass jeder der zwölf Songs stets die Tanzbeine zum Zucken bringt.

Doch zu richtiger Höchstform laufen die DECIBELS erst bei einer Nummer wie „She thinks of everything“ auf. Da wird dann die zwölfsaitige Ricki ausgepackt, das gibt dem ohnehin schon ganz und gar famosen Bandsound noch einen tüchtigen Schub.

Ein sehr angenehmes Album von einer Band, die lange genug im Geschäft ist, um alle Tricks zu kennen, deren Enthusiasmus auch nach über zwanzig Jahren der Suche nach dem perfekten Popsong gilt.