DEATH BY HORSE

Reality Hits Hard

Ich liebe diese Stimme! Mal kurz vorstellen, die CRANBERRIES-Sängerin würde mit den GITS, DOVER und SNFU zu „Something Green And Leafy This Way Comes“-Zeiten ein Album einspielen. Frischer Wind aus Schweden (Malmö), nachdem BABOON SHOW in letzter Zeit eher durch das Aneinanderreihen von Rock-Zitaten und Kirmessozialismus zu nerven wussten.

Mit „Cowtittysuckingfckingmenstruationeatingfreaks“ gibt es den legitimen Zungenbrecher Nachfolger von „Sexyminisuperflowerpopopcolafan“ der YETI GIRLS. Die Mehrheit der Texte ist düster und handelt vom Umgang mit Zweifeln, Enttäuschungen, Ängsten und Tod.

Diese schwierigen Themen werden aber instrumental weich getragen, wodurch sich ein versöhnlicher Grundton ergibt. Ein Album, das man sowohl nebenbei hören kann, aber damit auch in ruhigen Minuten inhaltlich in die Tiefe gehen.

Noch mal ein klarer Schritt nach vorne im Vergleich zum Debüt „This Too Shall Pass“ von 2018 Zweites Klasse-Album in vier Jahren Bandgeschichte? Da schlummert Substanz. Kann ich vorbehaltlos empfehlen.