Foto

NOSEHOLES

Ant And End

Post-Punk für Fortgeschrittene mit allem, was das geübte Ohr erfreut und Ungeübte im gleichen Moment in die Flucht zu schlagen weiß. Den NOSEHOLES wird letzteres egal sein, sonst hätte man sich gleich gefälligeren Stilen zuwenden können.

Auch wenn es letzten Endes keine Neuraderfindung gibt, stoßen die Hamburger weiter in die lange verlassenen Landschaften des Frühachtziger New-Funk-Wave-Post-Punk vor, klingen aufgrund des Gesangs auch schon mal nach instrumentierter Anne Clark, durchwühlen die Nachlässe der artverwandten Ehemaligen auf dem CRASS-Label durch und wären auf einem großen Festival mit Bands wie SAUNA YOUTH, URANIUM CLUB, SHOPPING und ein paar weiteren gut für den lockeren Part aufgehoben, dort aber ganz vorne mit dabei.

Wer meckern will, tut das ohnehin und kann sich mit „verkopft“ anständig disqualifizieren, jedenfalls bei all denen, die diese Platte ganz selbstverständlich genießen können. Auf das LILLIPUT-Feeling muss man sich einlassen wollen, aber wenn man es endlich getan hat, ist es wunderbar.

Allenfalls ein wenig kurz geraten, dafür mit noch mehr Saxophon als bisher und deutlich erkennbarer Entwicklung in die richtige Richtung.