CORNELIUS

Point CD

Nach "Fantasma" von 1998 ein neues Album des exzentrischen japanischen Musikers Cornelius, der mit bürgerlichem Namen Keigo Oyamada heißt. Während sein Debüt eine recht wilde, unhomogene Musik-Collage mit BEATLES-Einschlag war, ist die Stoßrichtung hier etwas klarer, tanzbare Rock- und Pop-Strukturen, sehr funky und durchsetzt von unterschiedlichsten Einflüssen wie z.B.

Latin-Gitarren. So besitzt "Smoke" fast einen XTC-Drive, der wiederum auf die BEATLES verweist. Ein angenehm lockeres, unterhaltsames Werk, das eine gelungene Balance zwischen straightem Rock-Sound und verspielter Elektronik herstellt, immer wieder unterbrochen von irgendwelchen Naturgeräuschen, was ebenfalls an XTC und ihr Meisterwerk "Skylarking" erinnert .

Einer der skurrilen Höhepunkte dieser Platte ist sicherlich Cornelius´ Version von "Brazil". Im Gegensatz zu den sonstigen infantilen Ausprägungen japanischer Popmusik ist "Point" ein extrem erwachsenes Werk eines ernstzunehmenden Musikers, der hier ein überzeugendes, durchgängig hochklassiges Konzept vorzuweisen hat.