O JARBANZO NEGRO

Buscavidas CD

So etwas nennt die linksliberale Oberstudienrätin wohl Weltmusik und möchte mit dem Hören dieser auf ihre Weltoffenheit hinweisen. Nun ja, was von diesen Leuten zu halten ist, wussten BUT ALIVE ja bereits sehr gut, aber nicht immer können die Bands etwas für ihre Hörer.

Denn was teilweise so unter dem äußerst hirnrissigen Label Weltmusik (oder wenn man etwas kosmopolitischer wirken möchte: World Music) firmiert, kann sich durchaus hören lassen. O JARBANZO NEGRO sind, um dem Klischee auch wirklich gerecht zu werden, ein aus verschiedenen Nationen zusammengewürfelter Haufen, der auch schon mal Akrobatik, Jonglieren und Theater mit in seine Live-Auftritte einbindet.

Und bei aller Multikulturalität darf dann auch die Multilingualität nicht fehlen. Bedienen wir uns auch noch gleich des letzten Klischees und vergleichen die Musik erst mal mit MANO CHAO.

Damit dürften wir nun eine gemeinsame Grundlage haben. Von dieser ziehen wir die meisten der lateinamerikanischen Einflüsse sowie die Reggae- und Dub-Einsprengsel ab, betonen die iberischen Musikeinflüsse und heben die Folklore-Elemente aus Süd- und Mitteleuropa hervor.

Die Bläser sollten nicht unerwähnt bleiben, auch das Akkordeon nicht. Das Ergebnis ist natürlich höchst tanzbar und locker leicht wie frisch geschlagene Sahne. Insgesamt sehr bekömmlich, auch wenn sich manchmal richtiger Hippiescheiss einschleicht und man auch lieber die Finger von irgendwelchen Electronica-Spielereien und billigen Musikprogrammen lassen sollte.

Das geht nämlich gewaltig schief, kommt aber nur selten vor und wird durch all die anderen Songs locker ausgeglichen. (58:24) (7/10)