Reviews : LORDS OF THE NEW CHURCH / The Lords Of The New Church CD / Is Nothing Sacred? CD / The Method To Our Madness CD :: ox-fanzine.de

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CDs/LPs/Singles - Reviews

LORDS OF THE NEW CHURCH

The Lords Of The New Church CD / Is Nothing Sacred? CD / The Method To Our Madness CD

Genre: Punkrock/Hardcore

Track Records/Bellaphon


So abgrundtief armselig die aktuelle tourende Version der LORDS OF THE NEW CHURCH auch sein mag, so großartig waren ihre ersten drei Alben, die jetzt von Track Records wiederveröffentlicht wurden - Platten, die mich durch meine Teen-Punk-Jahre begleiteten und mittels derer ich das erste Mal mit Stiv Bator(s) - der Mann benutzte beide Schreibweisen - von den DEAD BOYS in Kontakt kam, die ich aber wiederum erst später kennenlernte.

Dass nun übrigens Brian James (THE DAMNED) und Dave Tregunna (SHAM 69) ohne Bators die LORDS weiterführen, war schon zu Stivs Lebzeiten deren Plan, denn ohne sein Wissen hatten sie kurz vor seinem Unfalltod eine Kleinanzeige aufgegeben, um einen neuen Sänger zu suchen, was wiederum Bators mitbekam, der beim nächsten Konzert mit einem T-Shirt auf der Bühne stand, auf dem diese Anzeige abgebildet war.

Tjaja... Aber damals, als diese drei Alben erschienen (1982, 1983 und 1984) war die Welt noch in Ordnung für die LORDS OF THE NEW CHURCH. Mit dem gleichnamigen Album betraten sie die Bühne: wunderbar düsterer, treibender Goth-Punk, mit solchen Smashern wie "New church", "Eat your heart out", "Portobello", "Open your eyes" oder "Apocaylpso" - eigentlich sind alle zehn Tracks des Originalalbums Hits.

Dazu dann noch drei Bonussongs aus der gleichen Phase sowie im Booklet die Texte - gut! Weiter ging es ein Jahr später mit dem etwas schwächeren "Is Nothing Sacred?"-Album, das aber mit "Dance with me", "The night is calling" und "Live for today" immerhin drei Klassiker aufweist - irgendwie hatte der Vierer hier etwas an Fahrt verloren, fehlen sollte das Album trotzdem in keiner Sammlung.

Mit dem dritten Album, "The Method To Our Madness" von 1984, zogen dann ungewohnt poppige Klänge ins Repertoire der Band ein, der mit dem von Bläsern unterstützen "Murder style" sogar einen verblüffend souligen Song enthält, der eigentlich alle Düsterheit hinter sich gelassen hat.

Weitere Hits sind hier der Titelsong und Opener, das bombastische "I never believed", eine unglaubliche Punk-Ballade, "Pretty baby scream" und "When blood runs cold" - also quasi die ganze erste LP-Seite.

Ganz klar: die LORDS OF THE NEW CHURCH waren hier auf dem Sprung zum kommerziellen Durchbruch, der abgesehen von großer Beliebtheit in der Punk/Wave-Szene jedoch ausblieb - und an diese drei Alben konnte die Band später nie wieder anknüpfen.

Alles in allem sind das hier also drei absolut essentielle Alben an der Grenze zwischen Punk, Goth-Rock und im Falle von "Method To Our Madness" auch Pop, die viel zu gut sind, um sie heute dem dumpfen Gruftie-Gezücht zu überlassen, das die Leserschaft von Blättern wie Zillo oder Orkus darstellt.

Und bitteschön, vergesst einfach alle späteren Releases der Herren - das hier ist das essentielle Material! (10/9/10)

Joachim Hiller

© by Ox-Fanzine / Ausgabe #51 (Juni/Juli/August 2003)

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