Reviews : DEAD KENNEDYS / Fresh Fruit For Rotting Vegetables CD+DVD :: ox-fanzine.de

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California über alles

"California über alles - Dead Kennedys Wie alles begann" ist das erste umfassende Buch über die DEAD KENNEDYS. Es konzentriert sich auf die Gründungs­phase der Band in der Szene von San Francisco bis zum Erscheinen des ersten Albums "Fresh Fruit For Rotting Vegetables". Autor Alex Ogg sprach dafür mit vielen Zeitzeugen.

 

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CDs/LPs/Singles - Reviews

DEAD KENNEDYS

Fresh Fruit For Rotting Vegetables CD+DVD

manifesto.com


1980 erschien das erste Album der DEAD KENNEDYS, "Fresh Fruit For Rotting Vegetables", auf dem englischen Label Cherry Red, und zum 25. Jahrestag nahm die Band (exklusive Jello Biafra) dies zum Anlass, via Manifesto, wo auch die anderen aufgelegten DK-Platten für die USA erschienen sind, eine Geburtstagsedition zu veröffentlichen.

Auf dem Album selbst, auf dem Klassiker wie "Kill the poor", "Let's lynch the landlord", "Drug me", "Chemical warfare", "California über alles", "Holiday in Cambodia" und "Viva Las Vegas" enthalten sind, gibt's kein Bonusmaterial, aber dafür liegt eine 55-minütige DVD bei, die durchaus ihren Reiz hat: East Bay Ray und Klaus Flouride erzählen die Geschichte der Band von der Gründung bis zum Release dieses Albums, halten sich mit bissigen Kommentaren in Richtung Biafra angesichts des Rechtsstreits der letzten Jahre völlig zurück, und allein die Tatsache, dass statt von den anderen (Ex-)Bandmitgliedern ziemlich nichts sagende Statements verschiedener Journalisten geboten werden, ist etwas mager.

Dafür kommt der legendäre SF-Konzertveranstalter Dirk Dirkson zu Wort, die damalige Managerin Chi Chi, die heute allerdings dermaßen nach Mama und Beamtin aussieht, dass man ihr den früheren Job kaum glauben kann, und außerdem auch Ninotchka, Biafras damalige Freundin und spätere (Ex-)Gattin, die mit Punk ganz offensichtlich abgeschlossen hat, nach Gutsherrinnenart posiert und verdammt nach reicher Bonzenschnepfe aussieht.

Nun ja, es sind ganz klar 25 Jahre vergangen seitdem, manche Menschen sind sich treu geblieben, andere haben sich, äh, "weiterentwickelt", und da ist es gut, dass so ein Album monolithisch in der Musiklandschaft steht, jede neue Generation von Punks die Chance hat, es sich neu zu erschließen, ihm neue Bedeutung (die bei genauerer Betrachtung womöglich doch wieder die alte ist, so definiert man nämlich "zeitlos") zuzuweisen und sich selig an die Zeiten zu erinnern, da Platten gemacht wurden, die aus mindestens fünfzig Prozent Hits bestanden.

Die DEAD KENNEDYS hatten mit dieser Platte die Blaupause ihrer dann nur noch sechs, sieben Jahre dauernden Karriere, einen musikalisch wie textlich einzigartigen Klassiker abgeliefert. Und wenn es gilt, die besten drei Punkrock-Platten aller Zeiten zu nennen, ist in meiner Auflistung diese hier definitiv dabei (die beiden anderen wären "Never Mind The Bollocks" von den SEX PISTOLS und das titellose Debüt der RAMONES).

Wer "nur" das Vinyl besitzt, wer das Album überhaupt noch nicht hat, wer allein die durchaus sehenswerte DVD-Doku besitzen will, die zudem mit reichlich Livebildern (und -musik) aufwartet, der sollte zugreifen.

(32:55) (10/10)

Joachim Hiller

© by Ox-Fanzine / Ausgabe #63 (Dezember 2005/Januar 2006)

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