LOW BUDGETS

Aim Low, Get High CD

Einerseits klingt das alles total naiv, andererseits höre ich hier auch so einen gewissen Art-School-Touch, ähnlich wie Ende der Siebziger bei so einigen New Wave-Kapellen aus Großbritannien, etwa WIRE oder die frühen ULTRAVOX.

Die LOW BUDGETS kommen aus Philadelphia, aber sie scheinen ein gerüttelt Maß an Anglophilie eingetrichtert bekommen haben. Aus dem Umfeld der spaßigen DEAD MILKMEN stammen sie, und ähnlich wie bei diesen geht es textlich auch etwas schräger zu: Thrift Stores, die dumme tote Katze der Ex oder eine Sammelklage gegen eine Hamburgerbraterei sind beispielsweise Thema, verpackt in ziemlich flotten, abwechslungsreichen wavigen Powerpop, dem es weder an Zorn, Hooks noch guten Melodien mangelt.

Zuviel Zorn ist allerdings nicht dabei, es bleibt immer eine recht charmante, wenn auch oft sehr hysterische Grundhaltung über. Das Album ist nicht brandaktuell, die Kieler Labelmenschen von Klownhouse haben die bereits 2004 in den USA erschienene zwote LP noch einmal für den europäischen Markt wiederveröffentlicht.

(08/10)