ORANGER

New Comes And Goes CD

Das Powerpop-Genre ist eines, in dem sich auch sehr viele Leichtgewichte tummeln, die in ihre Sweeties zuviel Farbstoff und Zucker mischen und so letztlich an Qualität zu wünschen übrig lassen. Diesen Vorwurf zumindest kann man ORANGER nicht machen, und klar, auf CHEAP TRICK berufen sich so ziemlich alle Bands des Genres, aber das ist ungefähr so wie mit Punkbands und den SEX PISTOLS oder THE CLASH, also so grundsätzlich, dass es irrelevant wird.

Andere offensichtliche Genrekollegen sind die POSIES, WEEZER und FOUNTAINS OF WAYNE, doch wenn ich ehrlich bin, kommen ORANGER an keine der genannten Formation auch nur annähernd ran. Dabei ist "New Comes ..." bereits das vierte Album der Band aus San Francisco, die zuvor auf Poptones und Amazing Grease veröffentlichte, dem Label von PAVEMENTs Scott Kannberg.

Ihre Version von Powerpop ist für meinen Geschmack aber nicht poppig genug, die Melodien bleiben nicht hängen, die Synthie-Beeps bleiben schwach im Hintergrund und der Gesang ist mir zu säuselig.

Okay, zwischendurch kommt dann mal eine Nummer wie "Wacha holden", da ist die Welt in Ordnung, aber unterm Strich sind ORANGER ziemlich farblos, und das ist in ihrem Metier nun mal nicht hilfreich.

(40:00) (05/10)