MONSTER MAGNET

Spine Of God CD / 25 Tab CD

Tja, passend zur Tour im März hätten sie erscheinen sollen, diese Rereleases zweier MONSTER MAGNET-Klassiker. Die Platten sind zwar raus, aber MM-Boss Dave Wyndorf versuchte sich unterdessen am Umsetzen von Rock'n'Roll-Klischees und landete zwischenzeitlich drogenbedingt im Krankenhaus.

Man hat ja einen Ruf zu verlieren, denn im Gegensatz zu anderen Bands, die einen extrem drogengeschwängerten Sound haben, aber dann doch einen substanzfreien Lebensstil pflegen, wird im Hause Wyndorf das Klischee gepflegt.

1989 gegründet, nahm die Karriere der in New Jersey ansässigen Formation ihren Anfang mit einer EP auf Glitterhouse, und 1992 respektive 1993 erschienen dann "Spine Of God" und das Quasi-Nebenprodukt "25 Tab", hatten MONSTER MAGNET ihren drogenschwangeren Sound zwischen BLACK SABBATH, BUTTHOLE SURFERS, HAWKWIND, THE DOORS und MC5 gefunden, das Fundament zu Stoner-Rock gelegt, Spacerock und Psychedelic miteinander verbunden und ähnelten darin ihren englischen Kollegen SUN DIAL.

Gleichzeitig waren MM auf diesen beiden Releases auch letztmals mit ihrem frühen, eher nur Spezialisten interessierenden Sound zu hören, denn mit dem Major-Debüt "Superjudge" waren sie dann doch etwas konventioneller und damit massentauglicher geworden.

Beide Rereleases sind Genreklassiker und für mich die besten MM-Scheiben, wobei ich mir eine liebevollere Behandlung gewünscht hätte: Wyndorf Linernotes sind eher dürftig, und dass das Artwork dem Original nur nachempfunden wurde, hat wohl eher technische oder rechtliche als ästhetische Gründe.

(09/10 / (08/10)