PANTERA

Reinventing The Steel CD

Yeeeeeeaaaaaaahhhhhhh!! Die "Cowboys From Hell" sind mit dem ersten wirklich erwähnenswertem Album seit "Vulgar Display Of Power" zurück und treten den Leuten kräftig in ihren Allerwertesten, die die Texaner schon längst abgeschrieben hatten.

Ich geb´s zu, ich gehöre auch zu der Sorte, da ich mit den letzten beiden Studioalben "Far Beyond Driven" und "The Great Southern Trendkill" nicht allzu viel anfangen konnte. Mir kam es so vor, als hätte man bei den beiden Platten die Qualitäten der Band, nämlich harte, gute Songs mit ohrwurmgerechten Hooklines zu schreiben, völlig vernachlässigt und letzten Endes fast sogar ganz aussen vor gelassen.

Vielmehr hatte man sich darauf beschränkt, seinem teilweise selbst auferlegtem Ruf als "härteste Band" immer und immer wieder unnötigerweise gerecht zu werden, was im Endeffekt darauf hinauslief, grösstenteils nur die fettesten Gitarren und aggressivsten Drums auf die CDs zu pressen.

Dies hat sich mit "Reinventing The Steel" zum Glück wieder drastisch geändert, man erfindet zwar den Metal in keinster Weise neu, sondern viel wichtiger: sich selbst, kehrt damit endlich wieder zu den grandiosen "Vulgar Display Of Power"-Zeiten zurück und beweist, dass Melodie und PANTERA besser nicht getrennt werden sollten.

Selten habe ich die Band in derartiger Höchstform erlebt, über die Produktion muss man eigentlich keine Worte mehr verlieren, die war ja seit jeher, selbst auf den letzten beiden Platten über aller Wertung, und so wundert es nicht, dass dieses, mittlerweile zum "Markenzeichen" avancierte, Privileg natürlich standardmässig zum Sound von "Reinventing The Steel" gehört.

Satte, fette Gitarren, die nicht mehr ganz so oft abstrakt und krank rüberkommen, die ultraknackig powernden Drums von Vinnie Paul, der mit seinen Baumstamm-ähnlichen Sticks die Felle seines Drumkits bis aufs äusserste bearbeitet und dazu noch ein Phil Anselmo in glänzender Form, der mit seinen kraftvollen, aber immer den Songs angepassten Vocals die letzten Kritiker überzeugen sollte.

Hört euch einfach "Yesterday Don´t Mean Shit" an und gebt mir recht: diesen Ohrwurm wird man jedenfalls nicht so schnell los, die beste Medizin ist sowieso, sich nicht zu wehren und die Platte idealerweise ganz, ganz, ganz, ganz laut in vollsten Zügen zu geniessen.

"Reinventing The PANTERA-Sound"!