ULTRAFAIR

Alles Rogers, Onkel Heinz?! CD

Um erstmal eines klar zustellen, bevor jetzt alle "Klüngel" schreien. Ja, der Jörkk, seines Zeichens Sänger und Texter von ULTRAFAIR, schreibt für dieses Fachblatt und ist einer meiner Kollegen. Wer nun aber schreit, das es ja dann kein Wunder sei, wenn die eine gute Besprechung kriegen, dem sei anvertraut, dass ich diesen Fatzke noch nie leiden konnte, seine hier abgedruckten Texte jedes Mal eine Zumutung für alle noch nicht vollkommen den Drogen verfallenen Leser sind, ich also über meinen Schatten springen muss und leicht fällt mir das ganz bestimmt nicht.

Denn ULTRAFAIR machen leider alles richtig und hören sich so an, wie sich Deutschrock anzuhören hat. Keine überflüssige Weiterführung der längst begrabenen Hamburger Schule, dafür Texte, die durch ihre Klar,- und Direktheit glänzen, denn mit überflüssigem Deutsch-LK-Gesülze.

"Ich hab' die Kühe nicht erfunden, doch ich kenne einen, der sie melkt." Das bringt es doch auf den Punkt?! Außerdem lässt man die Anarchie zu Hause, sondern bekennt sich zu seinen konformen Herangehensweisen.

"Hier kommt die Generation, die immer nur bellt, statt zu beißen." Ja, ich muss und werde meinen Kollegen in Zukunft von einer anderen Seite sehen. Aber es würde der Sache nicht gerecht, die Kapelle auf ihre Texte zu limitieren.

ULTRAFAIR kommen musikalisch mit einem großen Strauß Blumen zu Besuch, verhauen ihre Instrumente, während diese sich nach Streicheleinheiten sehnen, und trocknen ihre Tränen mit Sandpapier.

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