DISTANCE

The Rise The Fall And Everything In Between CD

Nach EP und Split-CD veröffentlicht das US-Hardcore-Quintett nun also sein Debütalbum auf Alveran Records. Einigen von euch sind THE DISTANCE wahrscheinlich noch von ihrer Bridge 9-EP "Your Closest Enemies" in Erinnerung.

Tja, und da waren sie auch noch wirklich gut. Schnörkelloser und Bridge 9-typischer Hardcore eben. Aber was sie hier bieten, das hat mich dann doch ziemlich erstaunt. Ja, ich sage euch. ich war mir beim ersten Hördurchgang echt nicht sicher, ob ich überhaupt die richtige CD in der Anlage habe, denn bereits mit Track 2 geht das derart in Richtung überproduzierter 08/15-US-Emocore, dass mir fast schlecht wird.

Und als die Jungs aus Conneticut dann auf einmal "This song is never ending" intonieren , kommt mir das eher wie eine Drohung vor. Und zwar eine durchaus ernst gemeinte. Und im Übrigen bin ich dann auf einmal gar nicht mehr so sicher, ob es Zufall ist, dass meine Anlage bereits bei Track 4 zu streiken anfängt.

So nach dem Motto: "Mein lieber Freund, alles lass ich mir dann aber auch nicht gefallen!" Mit Songs wie "Phase two" oder "Before it's gone" fängt man sich dann wieder ein wenig und macht mittelmäßigen pathetischen Hardcore, um mit "Let it rain" dann wieder in Richtung ATREYU trifft BILLY TALENT abzudriften.

Als es in "Broken promises" dann so schön heißt: "You need another song about lost love", kann ich echt nur mit einem breiten Grinsen erwidern: "Nee, danke, lass' stecken!" THE DISTANCE werden übrigens auch auf der Persistance Tour im Vorprogramm spielen.

Ich will jetzt wirklich niemanden bevormunden, aber ich glaube, viele von euch werden während des THE DISTANCE-Sets noch gemütlich an der Bar abhängen und die Kräfte für Acts wie COMEBACK KID und WALLS OF JERICHO sparen.

(34:02)