ANDY MOOR

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Eine nahe Verwandte meint dazu: "Das klingt ja, als würde der bloß seine Gitarre stimmen." Böse gesagt, hat sie Recht. Für ungeübte Ohren mag das genau so klingen, denn das Debütalbum des THE EX-Gitarristen wirkt auf den ersten Eindruck sehr unspektakulär.

Er versammelt darauf allein mit seiner Gitarre eingespielte Soundpieces. In der Dankesliste nennt er "the wold's greatest string players", unter anderem Bandkollege Terrie Ex, Thurston Moore und Lee Renaldo von SONIC YOUTH, John Robb von den MEMBRANES, Andy Gill von GANG OF FOUR, Charlie Mingus oder Pancras Mikwawa, "a legendary ligombo zither player from Tanzania".

So verschieden seine Vorbilder sind, so abwechslungsreich sind auch seine zwischen 2001 und 2006 entstandenen eigenen Kompositionen. Bei weitem, hier spielt niemand Gitarre, der es groß nötig hätte, seine Gitarre richtig zu stimmen, dagegen führt Moor in fünfzehn sehr vielseitigen Stücken mal laut, mal leise, mal vehement, mal filigran, mal abgehakt, mal melodiös vor, was man alleine mit der Gitarre alles so machen kann, fernab von Rockismen, aber immer mit einer EX-typischen Schärfe und Originalität.

(54:14) (7)