DANISHMENDT

Eaux-fortes

Mittlerweile mausert sich Frankreich zu einem richtigen Exportland für epischen Doom Metal. Schon DIRGE und TIME TO BURN haben vor kurzer Zeit mit ihren aktuellen Alben überzeugen können. Nun ziehen ihre Pariser Kollegen DANISHMENDT nach.

"Eau-forte", auf Deutsch "Scheidewasser", wird zum Beizen von Metallen benutzt. Ähnlich ätzend frisst sich der Zeitlupen-Metal der fünf Franzosen in den Gehörgang und hinterlässt nach gut 40 Minuten definitiv seine Spuren.

Um "Eaux-fortes" an einem Stück durchzuhören, muss man schon einen ganz besonders schlechten Tag erwischt haben. Gnade gewähren einem DANISHMENDT nämlich nicht, langsam aber stetig zermalmen sie einem Trommelfell und Gemüt.

Auch der Sänger denkt nicht einmal daran, sich oder andere zu schonen, unaufhaltsam röchelt er sich in ungeahnte Tiefen. Der Sound ist angenehm punkig und rumpelig, was man bei Produktionen solcher Machart eigentlich eher nicht erwartet.

Leider fehlt ein erlösender Moment und deswegen schneidet "Eaux-fortes" auch ein klein wenig schlechter ab als die Platten der oben genannten Kollegen. (6)