Reviews : DELANEY DAVIDSON / Self Decapitation :: ox-fanzine.de

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CDs/LPs/Singles - Reviews

DELANEY DAVIDSON

Self Decapitation

Format: CD

Label: Voodoo Rhythm

Vertrieb: Cargo

Spielzeit: 37:36

Genre: Rock'n'Roll/Garage

Webseite

Wertung:


Obgleich Delaney Davidson mit „Self Decapitation“ sein Solo-Debüt vorlegt, so sollte der 1972 auf der neuseeländischen Nordinsel geborene Songwriter für treue Connaisseure des Voodoo Rhythm-Kosmos kein Unbekannter mehr sein, war er doch während der beiden Alben „Flammend’ Herz“ und „Wunderkammer“ Mitglied des bizarren, schweizerischen Begräbnisorchesters DEAD BROTHERS.

Und dass diese Zeit durchaus gewisse Spuren im Schaffen des Mannes hinterlassen hat, wird bereits bei dem gewaltigen Opener „Around the world“ deutlich: Ein Gänsehaut erzeugender Todeswalzer, der nahezu an die bedrohlichen Qualitäten der „Murder Ballads“ eines anderen großen Künstlers von Down Under heranreicht.

Ausgehend von diesem ohnehin schon hervorragenden Beginn, entfaltet sich während der folgenden zehn Stücke ein ungemein packendes Meisterwerk, welches sich stilistisch von der genickbrecherischen Version eines uralten, grob psychedelisch angehauchten Rhythm & Blues-Traditionals („In the pines“), über herzerweichende, wunderschöne Folkballaden („Little heart“), derwischartige, halbakustische Gitarrenrocker („Lackie’s men“), ein superfinsteres Cover von Reverend Beat-Mans „Back in hell“, bis hin zu Balkaneinflüssen (das mit Hilfe des deutsch-rumänischen „Speed brass“-Ensembles FANFARA KALASHNIKOV aufgenommene „I slept late“) erstreckt.

Und auch wenn Multi-Instrumentalist Davidson wohl die gesamte Platte genauso gut alleine hätte einspielen können, so hat er es sich dennoch nicht nehmen lassen bei einigen Songs mit solch hochkarätigen Musikerkollegen wie dem Beat-Man höchstselbst, Eric McFadden, Dan Elektro von den WOGGLES oder auch dem bayerischen One-Man-Band-Berserker Garage Kid zu kollaborieren.

Resultat: Ein hervorragendes Album mit viel Tiefgang, Seele und Herzblut, bei dem mir abschließend eigentlich nur noch mein persönlicher Favorit hervorzuheben bleibt, nämlich das schmissige Cover von Jerry Roll Mortons mächtig versautem Rock’n’Roll-Klassiker „Dirty dozen“ – was zur Hölle war denn eigentlich bitte nochmal Gangsta Rap?!

Ben Bauböck

© by Ox-Fanzine / Ausgabe #89 (April/Mai 2010)

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