JOHNNY CASH

American VI: Ain’t No Grave

Der letzte Bruce Lee-Film, definitiv! Mit viel Tamtam nachgeschobene sechste American-Veröffentlichung, nachdem es bei der „V“ schon hieß, dass es die ultimativ letzte CD gewesen sein soll – und nach der dann die „Unearthed-Box“ kam.

Mal sehen, was Rick Rubin demnächst noch im Keller findet, vielleicht sollte er dazu mal die Bootlegger fragen, die die „American Outtakes“ auf den Markt geworfen haben. Musikalisch nach wie vor über jeden Zweifel erhaben, aber der Großteil der besseren Stücke war auf „V“.

Dazu fühlt es sich nicht mehr ganz so ergreifend an, wenn Johnny wie beim Vorgänger die Stimme aus Schwäche versagt. Trotzdem kann man sich mit einem einigermaßen funktionierenden Gehör und Geschmack nicht der Wirkung von „Ain’t no grave“ und ganz besonders „Satisfied mind“ entziehen, die jemand eingespielt hat, in der Gewissheit, dass jeder Tag sein letzter sein könnte.

Zehn Stücke, die ein sympathisches Label vier Jahre früher zusammen mit „A Hundred Highways“ als Doppel-LP beziehungsweise Doppel-CD veröffentlicht hätte, aber wir sind ja hier leider nicht im Märchenland.