KLANGWART

Sommer

Das Duo Markus Dettmer und Timo Reuber gehen in das vierzehnte Jahr KLANGWART und gönnen sich pünktlich zum „Nicht-Jubiläum“ eine kleine Werkschau mit neuem, obskuren und seltsamen Auszügen aus ihrem reichhaltigem Angebot.

Aus welchen Jahr nun welcher Track ist, ist hörbar nicht nachvollziehbar, denn die einzelnen Freispiel-Miniaturen bewegen sich auch einem solch gleichmäßig hohem Niveau. Es prickelt, knistert, moduliert, taucht auf und wieder ab, ja, „Sommer“ ist schon ein passender Titel für diesen Augenblick der Unbeschwertheit.

Das pure Elektronische tritt in den Hintergrund und wirkt eher wie ein Art Leinwand, auf die man seine eigenen Assoziationen, Filme, Bilder und Erinnerungen projizieren kann. Der Gesamteindruck ist ungeheuer warm und wohltuend.

KLANGWART schaffen es wirklich das ihre Musik trotz aller Modernität simpel und schön, menschlich neugierig und vor allem einfach verständlich bleibt. Wollte man Vergleiche ziehen, so würde man sie wahrscheinlich nur in jenem kleinen Zeitfenster finden, das der Krautrock einmal kurz aufgestoßen hat.