WARRIORS 

Unite The Scene

Kurze Preisfrage: Wie viele Bands gibt es eigentlich mit dem einfallsreichen Namen THE WARRIORS? Ich glaube aber diese waren eine der Ersten. Hierbei handelt es sich um eine Oi!-Band aus England, bei der der Originalsänger der legendären LAST RESORT, Graham Saxby, das Mikrofon in die Hand genommen hat.

1996 veröffentlichten sie ihr Debütalbum „The Full Monty“, von welchem ich sehr angetan war, denn es hatte alles, was zu einer großartigen Oi!-Platte gehörte – Melodie, Aggressivität und die nötigen Mitgrölrefrains.

Nun, drei Alben später hat sich doch einiges getan im Hause THE WARRIORS. Allerdings keine Verbesserung, ganz im Gegenteil. Man versucht, den alten Oi!-Sound der Achtziger in das Gewand von 2010 zu hüllen.

Das heißt, die simple Musik für den arbeitenden Pöbel wird aufgemotzt mit einer technischen Überproduktion im Studio. Es wird alles verbraten, was ein Tonstudio hergibt, um den Klang aktuell erscheinen zu lassen.

Herausgekommen ist eine Oi!-Scheibe mit schlechten Metal-Gitarren, was rein gar nix mehr mit den alten Sachen zu tun hat, außer der Gesang und die Texte, die den kompletten Themenkomplex eines hart arbeitenden, unterdrückten und frustrierten Typen aus der Working Class abdeckt.

Allein für die Integrität und Szeneverbundenheit gibt es Pluspunkte. Musikalisch wird die Szene auf „Unite The Scene“ definitiv nicht vereint, sondern mit langweiligen Songs doch eher gespalten.