JIMI HENDRIX

West Coast Seattle Boy: The Jimi Hendrix Anthology

Ich weiß, einem geschenkten Gaul schaut man nichts ins Maul, aber dennoch ist es schade, dass mich als Rezensionsexemplar „bloß“ die abgespeckte Version von „West Coast Seattle Boy: The Jimi Hendrix Anthology“ erreicht hat, gibt es diese Sammlung von raren und bisher (offiziell) unveröffentlichten Hendrix-Songs doch auch als vier CDs umfassendes Boxset.

Nun kann man sich ja eh seit Jahren darüber streiten, ob es unbedingt nötig ist, jede Demo-, Live- oder alternative Aufnahme zu bearbeiten und auf den Markt zu bringen – und als Konsument unbedingt besitzen zu müssen – die Jimi Hendrix in seiner kurzen Karriere aufgenommen hat, oder ob man sich als Hörer nicht mit seinen zu Lebzeiten veröffentlichten Alben zufrieden geben kann.

Für mich liegt die Lösung irgendwo dazwischen: die regulären Studioalben muss man besitzen, und die eine oder andere ergänzende Compilation zur Abdeckung der wichtigsten Hendrix-Songs sollte ebenfalls im Schrank stehen.

Und dann kann man sich auch „West Coast Seattle Boy: The Jimi Hendrix Anthology“ dazu stellen, das einen schönen Überblick von Hendrix’ Anfängen als Begleitmusiker hin zur BAND OF GYPSYS bietet und das eben mit Versionen, die man nicht schon zigmal gehört hat.

Die dieses Set begleitende 90-minütige und sehenswerte Dokumentation „Jimi Hendrix: Voodoo Child“ erzählt dann darüber hinaus die Geschichte des kurzen Lebens des nach wie vor besten Gitarristen, den es je gab.