HORACE PINKER

Local State Inertia

Sie sind so was wie die kleinen Brüder von SAMIAM, die 1991 in Tempe, Arizona gegründeten HORACE PINKER. Mit „Local State Inertia“ haben sie jetzt nach „Texas One Ten“ (2005 auf Thick erschienen) endlich mal wieder ein neues Studioalbum raus, das sie in Mass Giorginis Sonic Iguana-Studio eingespielt haben.

In Arctic Rode haben sie eine neue Labelheimat gefunden und sind da sicher gut aufgehoben, haben sich die Hamburger doch zu einer Art Refugium für alte Helden des melodiösen Punk- und Indierocks der Neunziger entwickelt.

Ist man mit der Musik jenes Jahrzehnts aufgewachsen, klingen HORACE PINKER um die beiden Gründungsmitglieder Bryan Jones (drums) und Scott Eastman (guitar, vocals) auch heute noch so vertraut wie eh und je, spielen sie druckvollen, hymnischen Punkrock, der seinerzeit in einem Atemzug mit HOT WATER MUSIC, SAMIAM und JAWBREAKER genannt wurde.

Ihr neues, sechstes Album „Local State Inertia“ funktioniert mit einer Prise Nostalgie als Topping richtig gut, die Chöre sitzen, die Riffs auch, lediglich das Schlagzeug sirrt bisweilen verstörend laut.

Im direkten Vergleich mit dem neuen SAMIAM-Album haben die zwar die Nase vorn, aber das ist ein ehrenvoller zweiter Platz für die heute in Chicago ansässige Band. (Diese Band war auf der Ox-CD #98 zu hören)