PETRELS

Haeligewielle

Vom altmodischen Taucherhelm auf dem Cover von „Haeligwielle“ über den Verweis auf den Berufstaucher William Walker bis zum Wasserplätschern am Ende des letzten Tracks dreht sich auf Oliver Barretts Debütalbum unter dem Namen PETRELS so gut wie alles um ein Element.

Dessen Transformationskraft setzt Barrett auf sieben Tracks kongenial in Szene. Kein Song gleicht dem anderen und trotzdem fließen sie ineinander über, oszillierend zwischen bedrückenden bis kosmisch-euphorischen Drones, organischem Post-Rock und Ausflügen in die Minimal Music.

Hier ist ein Soundmagier am Werk, der mit wenigen Tönen imposante Bilder zaubern kann. „Canute“ kommt mit der grazilen Macht der Hokusai-Welle, auf den wunderschönen Chorpassagen von „Canute“ möchte man sich treiben lassen, mit „Winchester Croydon Winchester“ setzt die Strömung ein, die zu fremden Orten führt.

„Haeligwielle“ ist ein surreal schönes Album, das in seiner farbenfrohen Bildersprache zu dem Besten gehört, was man in letzter Zeit in der experimentellen Musik hören durfte. Die dahinter liegende Idee wird dermaßen subtil und elegant in diese fantastischen Kompositionen eingebunden, dass es irgendwann unmöglich wird, sich ihnen zu entziehen.