UNITED STRUGGLE

Trouble In The Neighbourhood

Nach im Web 2.0 ausgetragenen Meinungsverschiedenheiten ist die Düsseldorfer Redskin-Band seit geraumer Zeit nicht mehr „united“, kurz: Geschichte. Eine EP („The Reds Are Rocking“) und eben dieses Album mit „14 songs instead of 14 words“ hinterlassen sie der Nachwelt als Erbe.

Ambitioniert und mit klarem Fokus auf den „Antifascist Resistance“ gestartet, gibt es demnach einen derben Rundumschlag gegen die Grau- und Braunzone. Derb auch deswegen, weil Gesang hier bitterböse und grölig interpretiert wird.

Die Musik geht mit bekannten Akkordfolgen, simplen Drumbeats und Songstrukturen ganz gut nach vorn, ist aber weder besonders noch einfallsreich. Okaye Hausmannskost, gewürzt mit allerhand Klassenkampf-Rhetorik.

Dazu passt die rote Sichel im Bandnamen, aber gut, die Band will beziehungsweise wollte eine eindeutige inhaltliche Positionierung. Zu verbissen, verkrampft und parolenlastig. Nö.