Reviews : JOE STRUMMER & THE MESCALEROS / Global A Go-Go :: ox-fanzine.de

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CDs/LPs/Singles - Reviews

JOE STRUMMER & THE MESCALEROS

Global A Go-Go

Format: CD

Label: Epitaph

Spielzeit: 78:50

Webseite

Wertung:


Der zweite Sommer des Joe Strummer – er selbst sprach von einem „Indian Summer“, dauerte gerade mal zwei, drei Jahre. 1999 erschien auf dem Majorlabel Mercury „Rock Art And The X-Ray Style“, das erste Album unter dem Namen JOE STRUMMER & THE MESCALEROS.

Als „Comeback“ wurde die Platte, die einen mit World Music-Elementen aufgepimpten CLASH-Sound bot, nur bedingt wahrgenommen, für Aufregung sorgte erst 2001 „Global A Go-Go“, das auf dem Epitaph-Sublabel Hellcat erschien und Strummer in die Szenekreise zurückbrachte, aus denen er stammt – und dessen Co-Betreiber Tim Armstrong mit seiner Band RANCID von jeher zu den offenkundig größten THE CLASH-Verehrern zählte.

Es lief wieder gut für Strummer, der eigentlich seit den Achtzigern nur noch am Rande und durch Kooperationen etwa mit den POGUES oder den LEVELLERS wahrgenommen worden war, aber nicht durch eigene Releases.

Dann kurz vor Weihnachten 2002 der Schock: am 22.12. starb Strummer überraschend an einer nicht diagnostizierten Herzerkrankung. Nach seinem Tod machten sich Band und Produzenten, darunter Rick Rubin, daran, aus dem schon vorhandenen Material das schließlich im Oktober 2003 erschienene Album „Streetcore“ fertigzustellen, unter Verwendung von Gesangsaufnahmen aus der Frühphase der Albumproduktion.

Strummer und seine Band zeigen sich auf diesem Album noch näher dran am klassischen CLASH-Sound, mischen Elemente von Punk, Dub, Reggae und Folk/World Music zu einem auch heute noch begeisternden, runden Gesamtkunstwerk, das der Ausgangspunkt einer großen, zweiten Karriere hätte sein können.

Hellcat hat nun die beiden Alben sowohl auf Vinyl wie auf CD in um Bonustracks angereicherten, remasterten Versionen neu aufgelegt. Wer sie damals verpasst hat, wer Strummers „zweiten Sommer“ bislang übersehen hat – das hier ist die Chance, das Werk eines ungeheuer inspirierenden Mannes endlich kennenzulernen.

Zur Ergänzung empfehle ich Julien Temples sehenswerte Doku „Joe Strummer: The Future Is Unwritten“. Und „Coma girl“ treibt einem immer noch Tränen der Begeisterung in die Augen ...

Joachim Hiller

© by Ox-Fanzine / Ausgabe #105 (Dezember 2012/Januar 2013)

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