BRONX

The Bronx IV

Die Mariachi-Zeit ist nicht ganz spurlos an THE BRONX vorbeigegangen. Das vierte Album klingt anders, irgendwie so nett. Die Hardcore-Anteile wurden an einigen Stellen gegen einen etwas rockigeren Sound getauscht, Sänger Matt Caughthran schont sein Stimmchen ein bisschen und schlägt auch gerne mal sanftere Töne an, man ist wohl „erwachsen geworden“.

Aber ich will nicht übertreiben. Der Opener „The unholy hand“ hat ordentlich Schmackes und es gibt Songs wie „Too many devils“ und „Under the rabbit“, die an den aggressiven Sound von „Heart attack American“ oder „Knifeman“ anknüpfen.

Auch die düstere Ballade „Life less ordinary“ geht vollkommen klar, Ähnliches kennt man ja schon von „Dirty leaves“ („The Bronx II“). Und Matt hat wirklich eine wunderschöne Stimme, die ganz viel Herzschmerz transportiert.

Aber dann gibt es auf dem Album eben auch so Songs wie „Torches“ oder „Last revelation“, die man so gar nicht erwartet hätte. So melodiös, so feinfühlig, fast schon pop-rockig. Gewöhnungsbedürftig.

Ganz unvoreingenommen betrachtet ist „ The Bronx IV“ jedoch echt ein gutes Ding geworden. Der Sound mag weniger aggressiv sein, aber nicht weniger energisch. Das liegt zum einen an den starken Gitarrenparts, zum anderen am großartigen Gesang von Matt Caughthran, der selbst in den ruhigen Momenten noch mehr kracht als so manch andere Stimme.

Schon schön.