SPECTRES

Nothing To Nowhere

Als ob die Achtziger nie zu Ende gegangen wären – so klingen SPECTRES aus Kanada auch auf ihrem neuen Album. Das Debüt „Last Days“, 2010 ebenfalls auf Sabotage erschienen, erinnerte mich an RED LORRY YELLOW LORRY, THE SNAKE CORPS, SKELETAL FAMILY, JOY DIVISION, CHAMELEONS und PLAY DEAD, und ohne jeden modernistischen Schnickschnack, wie er leider bei den etwas überschätzten SOFT MOON vorkommt, bleiben SPECTRES dieser Linie auch auf „Nothing To Nowhere“ treu.

Die zehn Songs sind allesamt lupenreiner Goth-Punk, der erfreulicherweise auch diesmal nicht clean und überproduziert ist, sondern mit einem gewissen garagig-noisigen Touch aufwartet, ohne dabei jedoch in Gefahr zu geraten, so trashig zu wirken wie Jay Reatards Ausflüge in die Achtziger.

Ohne wie eine reine Retro-Band zu wirken, schaffen es SPECTRES so authentisch und „echt alt“ zu klingen wie ihre Vorbilder vor dreißig Jahren. Hervorragend!