JEX THOTH

Blood Moon Rise

Das Occult-Rock-Genre erlebt gerade eine Blüte, reihenweise treten Bands auf den Plan, die – oft mit Frontfrau – doomig-psychedelischen Retro-Rock mit schwerer Spätsechziger/Frühsiebziger-Kante und einem Touch Schamanismus kultivieren und dabei Größen wie BLACK SABBATH und BLUE ÖYSTER CULT nacheifern.

JEX THOTH kommen aus Madison,WI, ihr extrem wuchtiger, monströs tief dröhnender, basslastiger Sound wurde mit Hilfe von Randall Dunn umgesetzt, der auch schon WOLVES IN THE THRONE ROOM, SUNN O))) oder EARTH zu markerschütternden Klangerlebnissen gemacht hat.

Da sich der folkloristische Einschlag hier sehr in Grenzen hält und die Stimme von Frontfrau Jessica Toth (augenscheinlich die Gattin von Gitarrist James Jackson Toth; beide veröffentlichten zuvor unter dessen Namen eher klassische Folk-Platten) nie ins Mittelalterlich-Elfenhafte abgleitet, sondern vielmehr an die ikonenhafte Grace Slick erinnert, stellt sich „Blood Moon Rise“, das zweite JEX THOTH-Album, als spannende Erweiterung des Genres dar.

Stark sind sie dann, wenn es laut und wuchtig wird, die wenigen leiseren Songs sind etwas beliebiger. Alles in allem ein einnehmendes Album.