Reviews : GIUDA / Let’s Do It Again :: ox-fanzine.de

Das aktuelle Ox

Unsere Aboprämie

Wer das Ox bis zum 01.07.2019 neu abonniert, erhält auf Wunsch das neue AMYL AND THE SNIFFERS-Album (Rough Trade) als Prämie. (Solange Vorrat reicht.) (Bitte im Feld "Nachricht" angeben + Namen des Prämienempfängers)

 

Abo gegen Tasche!

Wer das Ox neu abonniert, wer ein Abo verschenkt oder als Ox-Abonnent einen neuen Abonnenten wirbt, der bekommt von uns die Ox-Tasche (fair gehandelte Bio-Qualität) geschenkt!

 

California über alles

"California über alles - Dead Kennedys Wie alles begann" ist das erste umfassende Buch über die DEAD KENNEDYS. Es konzentriert sich auf die Gründungs­phase der Band in der Szene von San Francisco bis zum Erscheinen des ersten Albums "Fresh Fruit For Rotting Vegetables". Autor Alex Ogg sprach dafür mit vielen Zeitzeugen.

 

Kochen ohne Knochen

Das Ox-Kochbuch 5 & Kochen Ohne Knochen #23

Kochen ohne Knochen - Das Ox-Kochbuch 5: Über 200 rein pflanzliche Rezepte für Beginner und Könner, für Veganer, Vegetarier und Allesesser, von simpel bis anspruchsvoll. Von Punks, nicht nur für Punks.
Dazu jede Menge Merchandise rund ums Kochbuch: Küchenmesser, Profimesser, Hand- und Geschirrtuch, Küchenschürze, Stofftasche, Sparschäler, Frühstücksbrettchen, Pfannenwender, Buttons, ...

Kochen ohne Knochen #23: Die neue Ausgabe des veganen Magazins ist jetzt im Handel und bei uns erhältlich.

 

CDs/LPs/Singles - Reviews

GIUDA

Let’s Do It Again

Format: CD

Label: Damaged Goods

Vertrieb: Cargo

Spielzeit: 31:28

Webseite

Wertung:


Wenn es um britische Rockmusik in den frühen Siebzigern geht, gibt es wenig, was Anlass zur Freude bietet: SWEET, SLADE, T. REX, FACES, zudem noch Pub-Rocker wie DR. FEELGOOD, PIRATES oder EDDIE & THE HOT RODS, kurz bevor es mit der Punk-Explosion losging.

Genau das ist das Fundament, auf das GIUDA mit ihrem unverwechselbar einzigartig abgekupferten Sound bauen. Mit dem ersten Album „Racey Roller“, 2010 erst auf Dead Beat (USA), später dann auf Damaged Goods (UK) beziehungsweise TKO (USA) veröffentlicht, haben die Neo-Bovver-Rocker aus Rom ordentliche Zustimmung erhalten, Fans von Kim Fowley („Der neue Gary Glitter.

Glam für das 21. Jahrhundert!“) bis DEF LEPPARD-Sänger Joe Elliot singen Loblieder, die Presse frohlockt, Punks, Skins und Plateausohlenträger stehen gleichermaßen fest hinter der Band. Mit „Let’s Do It Again“, dem zweiten Album, wird sich die Fanbasis sicher noch verbreitern, und es darf angenommen werden, dass es sich deutlich besser verkauft als das schon recht erfolgreiche Debüt.

GIUDA (auf italienisch heißt das „Judas“), gibt es in der heutigen Formation seit 2009, sie gehen aus den berüchtigten TAXI hervor, die vor gut zehn Jahren die Punk-Szene Roms mit lupenreinem 77er-Streetpunk plus Oi!-Tendenz aufmischten.

Der Veröffentlichung von „Racey Roller“ folgte dann extensives Touren durch Europa und Nordamerika. Danach ging es für die Band um Shouter Tenda Damas und den Leadgitarristen Moretti, die auch alle Songs schrieben, ab ins römische Wax-Studio, wo mit Produzent Danilo Silvestri ausgiebig am neuen Album gewerkelt wurde.

Die Sessions waren enorm fruchtbar, rein analog aufgenommen und auf Vintage-Seventies-Equipment eingespielt setzt „Let’s Do it Again“ den Kurs des Debüts fort, allerdings ist das Songwriting noch ein wenig ausgefeilter, komplexer, ohne Einbußen an Energie und Spontaneität.

Zehn Songs haben es auf das Album geschafft, davon sind zehn Hits. Es ist schwer, einen Song dabei zu finden, der überflüssig wäre. Mit dem schwungvollen Opener „Wild tiger woman“ (nein, nicht der MOVE-Song!), einer unverhohlen SWEET-Pastiche, beginnt ein Songfeuerwerk, das in dieser Qualität vor vierzig Jahren zu Platinscheiben dies- und jenseits des Atlantiks geführt hätte.

„Get that goal“, eine Fußballhymne für den FC GUIDA, kracht ganz wie eine NEW YORK DOLLS-Nummer, Junk-Shop-Boogie-Rock in Reinkultur! Bei „Hold me tight“, dem einzigen Song, der auch nur im Entferntesten Balladen-Tendenzen hat, knödelt Tendas mit der Inbrunst des jungen Alvin Stardust, der bei „My coo ca choo“, Glam- und Rockabilly zusammenbrachte.

Der Sound des Albums überzeugt auf ganzer Länge, da stimmen alle Details, von den komprimierten Drums bis zu den Gitarrensounds, die aus turmhohen Marshall- oder Orange-Kabinetten rausgeblasen werden.

Ebenso authentisch ist Plateausohlen- und Schlaghosenmaskerade der Band gelungen, in den Bühnenoutfits hätten sie ebenso gut 1975 im Musikladen spielen können. So sehr auch GIUDA auf vergangene Trends setzen, so einzigartig sind sie heute mit der Kompromisslosigkeit und Stringenz, in der sie ihr Ding durchziehen.

Gereon Helmer

© by Ox-Fanzine / Ausgabe #111 (Dezember 2013/Januar 2014)

Kaufen

Passende Platten bei finestvinyl.de

Verwandte Links

Interviews

 

Reviews

Suche

Ox präsentiert

REFUSED

Die beiden( Post-)Hardcore/Alternative-Genregrößen THRICE und REFUSED kündigen für November 2019 eine gemeinsame Co-Headliner-Tour an. Dabei spielen die Bands ausgewählte Shows in ganz Europa - vier davon in ... mehr