SPOOK SCHOOL

Dress Up

„We try to play pop music“, betiteln die Menschen aus Edinburgh ihre Internetseite. Auf der gibt es einen Kalender mit ganz hinreißenden Fotos von Schlagzeuger Niall, mit Schafen und Kürbissen, schaut es euch an.

Die Band wirkt aufgedreht wie nach einem Kindergeburtstag, mit großem Hang zu Albernheiten: „Can you really trust a man who says that Matt Damon is cool“? Die Musik lässt sich als fröhlicher Powerpop beschreiben.

Dass die Band aus Edinburgh kommt, hört man dem Gesang erfreulicherweise auch an. Eine runde Sache, dieses „Dress Up“-Album, eine Aufforderung zum Glücklichsein, ohne olle Plattitüden und sicherlich auch politisch motiviert – die Geschlechter-Binarität, also diese Mann-Frau-Sache, wird hier mehr als einmal in Frage gestellt.

Gender Studies verpackt in Gute-Laune-Melodien, lasst uns anstoßen auf Judith Butler, Kathleen Hanna und Anklebschnauzbärte. „Dress up“ ist hier wörtlich zu verstehen. Wuhu!